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81 Prozent der deutschen Neuzulassungen mit ESP

Im ersten Halbjahr 2008 waren in Deutschland 81 Prozent aller neu zugelassenen Pkw mit dem Elektronischen Stabilitätsprogramm ESP ausgerüstet – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber 2007, informiert Bosch. In Europa wuchs der Wert im selben Zeitraum um drei Prozentpunkte auf 53 Prozent. Ursache hierfür ist der zunehmende Einsatz des aktiven Sicherheitssystems in Kleinwagen. Hier stieg der Wert in Deutschland um vier Prozentpunkte, liegt aber mit 42 Prozent immer noch auf niedrigem Niveau. ESP stabilisiert das Fahrzeug in kritischen Situationen und kann wissenschaftlichen Studien zufolge bis zu 80 Prozent aller Schleuderunfälle verhindern.

„Auch in den kommenden Jahren wird der ESP-Anteil weiter steigen“, ist Werner Struth, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control, überzeugt. „Eine Vielzahl unabhängiger internationaler Studien belegt die lebensrettende Wirksamkeit des Systems. Deshalb wird dessen verpflichtender Einsatz zunehmend international erörtert.“ In den USA wurde bereits eine stufenweise Einführung bis zum Modelljahr 2012 festgelegt und auf europäischer Ebene wird ebenfalls über eine ESP-Pflicht beraten, die eine schrittweise Einführung bis zum Oktober 2014 vorsieht.

Die Vereinigung Euro NCAP (European New Car Assessment Programme), die die Sicherheit von Fahrzeugen anhand simulierter Unfallsituationen testet und bewertet, berücksichtigt seit Februar 2009 in ihrem neuen Bewertungsverfahren erstmals ESP. Von 2010 an können Fahrzeugmodelle entsprechend der neuen Richtlinien nur noch dann die Höchstwertung von fünf Sternen erreichen, wenn sie serienmäßig mit ESP ausgerüstet werden. Der Blick auf die Daten der einzelnen Länder zeigt zudem ein verblüffendes Detail: Während in allen Ländern der ESP-Anteil um meist zwei oder drei Prozentpunkte stieg, ging er in Frankreich um drei auf 43 Prozent zurück. Dies liegt am stark gestiegenen Anteil von Kleinwagen an den Neuzulassungen, die deutlich seltener ESP an Bord haben. Ein Grund hierfür sind neue nationale Regelungen, die seit 2008 den Verkauf besonders abgasarmer Fahrzeuge fördern. „Bei Kleinwagen ist ESP jedoch mindestens genauso wichtig wie bei größeren Fahrzeugen“, so Struth. „Käufer sollten das Sicherheitssystem daher unbedingt zu ihrer Wunschausstattung hinzufügen, wenn es nicht serienmäßig an Bord ist.“

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