Wesseler räumt Brandruine in Buchholz

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Es gibt im deutschen Reifenhandel – trotz wachsendem Umweltbewusstsein – offenbar immer mehr die Unsitte, containerweise Altreifen über Geschäftemacher zu entsorgen, denen in der Regel jedwede Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb oder Genehmigung zum Betreiben eines Altreifenlagers fehlt. Natürlich muss der Reifenhandel für eine fachgerechte Entsorgung von Altreifen bezahlen. Und natürlich möchte man gerne diese Kosten sparen, wird gegenüber dem Endverbraucher doch die anfallende Entsorgungsgebühr, die üblicherweise bei über zwei Euro pro Pkw-Reifen liegt, gerne als Rabattinstrument bzw. Margenbringer entfremdet. Solche Praktiken führen aber dazu, dass den illegalen Machenschaften krimineller Unternehmer Vortrieb geleistet wird. Denn es sind diese ‚Altreifenentsorger’, die – sobald alle verwertbaren Reifen verkauft sind – illegale Deponien hinterlassen, den Verpächter der Immobilie (ob Halle oder Freifläche), wo diese Reifen lagern, vor große Probleme stellt und oft genug noch größere Umweltprobleme hervorrufen, wenn die hunderte Tonnen illegal gelagerter Schrottreifen ‚spontan’ in Flammen aufgehen.

Es sind Unternehmen wie die Containertransporte Wesseler GmbH, die dann zum Einsatz kommen und für eine fachgerechte Räumung der illegalen Deponie sorgen. So auch jüngst wieder geschehen mit einer Brandruine im niedersächsischen Buchholz (Aller). Dort hatte sich bis Ende vergangenen Jahres ein illegales Altreifenlager mit mehreren 100 Tonnen angehäuft. Dies sei zwar eher eine kleinere, illegale Deponie, so Heinz Wesseler im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG. Früher fielen als Hinterlassenschaft illegaler Geschäftemacherei gerne mal 1.000 Tonnen Altreifen und mehr an, bevor ein illegales Altreifenlager zur Räumung kam, so der Geschäftsführer und Firmeninhaber weiter. Heute kommen in der Regel selten über 500 Tonnen zusammen, bevor sich die Behörden einschalten. Wesseler selbst hat bereits illegale Altreifenlagerplätze mit 15.000 Tonnen entsorgt. Obwohl die illegale Deponie in Buchholz eher zu den kleineren Deponien dieser Art zählt, so Heinz Wesseler weiter, wurde aus der Entsorgung der Reifen durch das Feuer Mitte Dezember eine Herausforderung. Hatte sich Wesseler im September zunächst noch vergeblich um den Entsorgungsauftrag für die in einer Halle und auf einer Freifläche gelagerten Altreifen bemüht, erhielt das Unternehmen aus Melle (bei Osnabrück) nach dem spektakulären Brand, über den selbst die Bild-Zeitung in großen Buchstaben berichtete („Brandstiftung?“), den Zuschlag.

Die Räumung des illegalen Altreifenlagers wurde nun Mitte Januar vollzogen.

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