Zwischenhoch bei Kautschukpreisen

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Laut Analysten der Deutschen Bank hat sich der Preis für Naturkautschuk nach einem Tiefststand von knapp 1,40 US-Dollar je Kilogramm Ende November vergangenen Jahres nunmehr wieder leicht in Richtung eines höheren Niveaus bewegt, das mit etwa 1,50 US-Dollar je Kilogramm angegeben wird. Einerseits weisen die Finanzexperten darauf hin, dass dieser Wert immer noch deutlich unter den Durchschnittspreisen von 2,80 bzw. 2,30 US-Dollar pro Kilogramm liegt, die Reifenhersteller wie etwa Michelin für diesen Rohstoff in den Jahren 2008 respektive 2007 zu zahlen hatten, und andererseits sind sie überzeugt, dass dieses Zwischenhoch nicht lange Bestand haben wird. Denn die Nachfrage nach Reifen, für deren Herstellung rund 70 Prozent der weltweiten Kautschukproduktion benötigt würden, bleibe weiterhin “extrem schwach”. Die sinkenden Preise für den Reifenrohstoff schlagen sich demnach positiv in der Bilanz der Reifenindustrie nieder, teilt die Deutsche Bank weiter mit. Am Beispiel Michelin wird vorgerechnet, dass jeder US-Cent, um den der Kautschukpreis fällt, sich in Form einer Steigerung des Operating Income des französischen Konzerns um jeweils neun Millionen US-Dollar niederschlägt. Mit einer Verzögerung von sechs Monaten könne sich der Preisverfall bei Naturkautschuk so zu einem positiven Effekt in der Größenordnung von alles in allem etwa 900 Millionen US-Dollar aufsummieren, glauben die Analysten der Bank. Der Beispielrechnung wurde dabei zugrunde gelegt, dass im Bereich Erstausrüstung 90 Prozent des Preisvorteils an die Kunden weitergegeben werden.

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