Kumho-Tire-Gläubiger führen „neue Verhandlungen“ mit Qingdao Doublestar – Kapitalerhöhung

Nachdem im vergangenen Jahr der Verkauf von Kumho Tire an den chinesischen Reifenhersteller Qingdao Doublestar kurz vor Abschluss der Verhandlungen gescheitert war und das südkoreanische Unternehmen daraufhin erneut in die Restrukturierung gerutscht war, kommt nun offenkundig wieder Bewegung in die Angelegenheit. Wie es dazu in südkoreanischen Medien heißt, wollten die Gläubiger – wie bereits bekannt – einen erneuten Verkaufsversuch starten, neu dabei nun: Die Gläubiger um die Korea Development Bank (KDB) verhandeln wieder mit Qingdao Doublestar. Wie es dazu jetzt heißt, spreche man nicht mehr schlichtweg über den Verkauf des 42,01-prozentigen Aktienpaketes, das die Gläubiger um die KDB im Zuge einer Gläubigerbeteiligung (Debt Equity Swap) erhalten hatten, sondern um eine Kapitalerhöhung, über die dann die Unternehmensanteil neu verteilt werden würden – mit Qingdao Doublestar als möglichem neuem Mehrheitsaktionär. Da Kumho Tire auch Reifen für das südkoreanische Militär liefert, wenngleich dort nur 0,7 Prozent der Konzernumsätze entstehen, muss die zuständige Behörde Südkoreas dem entsprechenden Verkauf von Firmen und von Firmenanteilen zustimmen, was bereits beim ersten Verkaufsversuch für Probleme gesorgt hat; Kumho-Tire-Beschäftigte übten aus Furcht um ihre Arbeitsplätze politischen Druck aus. Wie die Medien unter Berufung auf Quellen im Investmentbanking Südkoreas berichten, seien die „neuen Verhandlungen“ mit Qingdao Doublestar bereits fortgeschritten. ab

 

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