Lanxess-/Rhein-Chemie-Lösungen für die Reifenherstellung

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Bei der dieser Tage in Hannover stattfindenden Tire Technology Expo stellt der zum Lanxess-Konzern gehörende Geschäftsbereich Rhein Chemie seine Lösungen rund um die Herstellung von Reifen vor. Dazu gehören Trennmittel, Reifenmarkierungsfarben, Vulkanisationsheizbälge (Bladder), Aramidfaser-Masterbatches und Additive. „Die Reifenbranche ist nach wie vor einer unserer wichtigsten Märkte“, sagt Dr. Dietmar Hoff, Leiter Marketing Tire Products des Lanxess-Geschäftsbereiches Rhein Chemie. „In unserer Business Line Rubber Additives liefern neben den Additiven für Kautschukmischungen auch Trennmittel und Reifenheizbälge einen großen Beitrag zum Geschäftsergebnis. Bladder mit Permanent-Coating erleichtern nochmals die Arbeit der Reifenproduzenten – sie machen ein ständiges Nachsprühen von Trennmitteln überflüssig und helfen so, den Produktionsprozess erheblich effizienter zu gestalten“, sagt er.

Ein wichtiger Faktor bei der Produktion qualitativ hochwertiger Reifen sei beispielsweise, dass insbesondere bei der Herstellung von Sealant- und geräuschreduzierten Reifen die auf den Rohling aufgebrachten oder übertragenen Trennmittel nach der Vulkanisation vollständig entfernt werden. Denn nur so könne das Anhaften nachträglich aufgebrachter Polymere bzw. Schäume sichergestellt werden. Und genau deshalb bietet Rhein Chemie hier verschiedene Lösungen an: Neben klassischen silikonhaltigen Produkten wie „Rhenodiv BP-286“ und „Rhenodiv BP-2864“, welche nach der Vulkanisation der Reifen in mechanischen Waschanlagen oder durch Lasertechnologien entfernt werden, gehören dazu neuartige und Anbieteraussagen zufolge 100 Prozent silikonfreie Produkte wie „Rhenodiv BP-166“ und „Rhenodiv BP-9500“. Letztere seien aufgrund eines speziellen wasserlöslichen Trennwirkstoffes noch einfacher abwaschbar und erfüllten zugleich die zunehmende Vorgabe von Automobilherstellern, während des Reifenproduktionsprozesses vollständig auf den Einsatz von Silikonen zu verzichten.

Zu „mehr Sauberkeit bei der Reifenproduktion“ sollen Rhein Chemie zufolge außerdem noch permanent beschichtete Bladder der Marke „Rhenoshape“. Durch deren Verwendung kann demnach bei der Vulkanisation von Reifen auf zusätzliche Trennmittel verzichtet und eine Reinigung der vulkanisierten Reifen damit überflüssig gemacht werden. „Da der Sprühprozess für Reifenrohlinge entfällt, können auch keine Verunreinigungen – weder bei kritischen Reifenbereichen noch am Arbeitsplatz – entstehen“, hebt das Unternehmen als weiteren Vorteil hervor. Zu seinem Produktportfolio für die Reifenindustrie gehören darüber hinaus noch Dithiophosphate, Spezialbeschleuniger und Faser-Masterbatches für nitrosaminfreie und hochverstärkte Reifenmischungen an. Rhein-Chemie-Dithiophosphate wie etwa „Rhenogran TP-50“ und „Rhenogran SDT-50“ werden dabei als stickstofffreie Beschleuniger beschrieben, die typische Sulfenamid-, Thiuram- oder Carbamat-Beschleuniger ersetzen können. „Sie bieten dabei den Vorteil, dass sie hauptsächlich mono- und disulfidische Vernetzungsbrücken bilden, die thermisch stabiler und weniger reversionsanfällig sind. Setzt man die Dithiophosphate parallel zu Sulfenamidbeschleunigern ein, so treten Synergien bei der Vernetzung auf, welche die Effizienz des Prozesses steigern“, verspricht der Anbieter.

Bei extrem hoher mechanischer, dynamischer und thermischer Beanspruchung empfiehlt er zudem Aramidfasermasterbatches seiner „Rhenogran-P91-40“-Reihe, denen eine herausragende Verstärkungsleistung für Reifenmischungen attestiert wird. Erreicht werde dies dadurch, dass die hoch belastbare und sehr leichte Twaron-Aramidkurzfaserpulpe gleichmäßig in die Gummimischung eingebracht werde. Dabei sei „Rhenogran P91-40“ abgesehen von dem Einsatz in typischen Reifenpolymeren wie NR, IR, BR und SBR auch für viele andere Kautschuktypen wie zum Beispiel EPDM, CR und NBR verwendbar, heißt es weiter. In Sachen Nassrutschverhalten von Reifen wird zudem der Blick auf das von dem Unternehmen angebotene „Vulkanol TOF“ für die Zugabe zu kieselsäuregefüllten Laufflächenmischungen gelenkt. Denn dadurch lassen sich laut Rhein Chemie nicht nur deren Nässeeigenschaften verbessern, sondern zugleich auch deren Rollwiderstand senken, wie Dr. Hermann-Josef Weidenhaupt sagt, der als Experte für Kautschukadditive bei dem Lanxess-Geschäftsbereich gilt. cm

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