Nach Rücker-Insolvenz will Stahlgruber deren Filialen übernehmen

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Die seit Kurzem zur LKQ Corporation mit Sitz in Chicago (Illinois/USA) gehörende Stahlgruber GmbH, die sich selbst als eines der führenden Großhandelsunternehmen im europäischen freien Teilemarkt sieht, plant eine Übernahme des operativen Geschäftes der insolventen Karl Rücker Kraftfahrzeugteile GmbH & Co. KG in Heilbronn. Zu Letzterer gehören drei Verkaufshausfilialen in Crailsheim-Roßfeld, Schwäbisch Hall und Eppingen.

Dazu habe man dem vom Amtsgericht Heilbronn bestellten Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Haffa von Schulte & Braun Ende Januar ein – wie es heißt – „faires und zukunftsfähiges Angebot“ unterbreitet. Vorbehaltlich der Zustimmung der Gläubigerversammlung am 21. Februar plant Stahlgruber die Übernahme des Geschäftsbetriebs in allen drei Filialen zum 1. März. Dabei sollen sämtliche im operativen Geschäft tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen werden. „Bei der Firma Rücker handelt es sich um einen alteingesessenen Traditionsbetrieb mit einer fast 90-jährigen Unternehmensgeschichte. Auch Stahlgruber kann inzwischen auf fast 100 Jahre Firmengeschichte zurückblicken“, so Stahlgrubers Chief Strategy Officer (CSO) Heinz Rieker. „Wir wissen, dass die letzten Monate für Rücker und insbesondere für die Belegschaft nicht einfach waren. Umso mehr freuen wir uns, dass wir den rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jetzt eine gute Zukunftsperspektive bieten können“, ergänzt er.

Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Haffa von Schultze & Braun ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Investorensuche in Sachen Rücker – es sei „angesichts des enormen Zeitdrucks optimal“, findet er

Auch Haffa freut sich demnach, einen Käufer für das insolvente Unternehmen gefunden zu haben. „Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Es ist angesichts des enormen Zeitdrucks optimal. Die überwiegende Mehrzahl der Arbeitsplätze bleibt auf jeden Fall erhalten“, so der Insolvenzverwalter, der den Geschäftsbetrieb des Familienunternehmens Rücker nach dem Insolvenzantrag Anfang Dezember ohne Einschränkungen fortgeführt hatte. „Wir haben trotz der mit einem Insolvenzverfahren verbundenen Unsicherheiten kaum Kunden verloren“, berichtet er darüber hinaus. Auch die Mitarbeiter hätten hervorragend mitgearbeitet. Die bisherigen Kunden der Firma Rücker sollen auch weiterhin ohne Unterbrechung mit allen gewünschten Produkten weiterversorgt werden. Alle drei Filialen würden dazu im Zuge der Übernahme an Stahlgrubers Logistik- und Vertriebskonzept angeschlossen werden. „Stahlgruber kann damit seine Wachstumsstrategie weiter fortsetzen und seine Marktposition ausbauen“, ist man bei dem Teilegroßhändler überzeugt. cm

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