LLP-Botschaft Michelins erreicht weiteren wichtigen Reifenmarkt

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Die Botschaft, dass Reifen möglichst bis zu ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern genutzt werden sollten und – zumindest sofern es sich um Reifen der Marke Michelin handelt – auch können, verbreitet der französische Konzern in hiesiger Region schon eine Weile. „Long Lasting Performance“ wird die dahinter stehende Strategie genannt, der die Empfehlung von weiten Teilen der Branche gegenübersteht, Reifen aus Sicherheitsgründen schon deutlich früher zu ersetzen: solche für den Sommer wegen zunehmender Einbußen bei der Aquaplaningvorsorge bei drei Millimetern Restprofiltiefe und solche für den Winter wegen Einbußen bei den auf glatten/schneebedeckten Fahrbahnen gefragten Eigenschaften bei vier Millimetern. Insofern ist es verständlich, dass Michelin nun auch im nordamerikanischen Markt für seinen LLP-Ansatz trommelt und dort ebenfalls anregt, Reifen doch auch mal im (teil-)abgefahrenen statt wie sonst üblich nur im Neuzustand zu testen wie es in Deutschland AutoBild Ende vergangenen Jahres als erstes Automobilmagazine vorexerziert hat. Bei der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit hat man diese Thematik jedenfalls in den Fokus gerückt mit der Präsentation von Ergebnissen, wonach (teil-)abgefahrene Reifen durchaus mit den gleichen oder sogar kürzeren Nassbremswegen aufwarten können wie so mancher Neureifen.

… seine beim Bremsen gezeigten Leistungen sollten es nicht, so der Konzern weiter

„Dies ist eine für alle in der Branche neue Sichtweise und etwas, wovon Michelin glaubt, dass alle von uns darüber nachdenken sollten“, meint Scott Clark, der vor Kurzem als Chairman und Präsident bei Michelin North America die Nachfolge des in den Ruhestand gewechselten Pete Selleck angetreten hat. „Was wir unter ‚Long Lasting Performance‘ verstehen ist etwas, das die Sicherheit der Verbraucher und den Umweltgedanken miteinander verbindet. Michelin ist ein Unternehmen, das in Sachen nachhaltiger Mobilität langfristig denkt und daher eine lang anhaltende Diskussion hinsichtlich der Leistungsstandards von Reifen im abgefahrenen Zustand anstößt“, ergänzt Clark. Reifen, die längere Zeit ihre guten Fahreigenschaften behalten, brächten sowohl für die Umwelt als auch im Hinblick auf den Kostenaspekt enorme Vorteile mit sich, heißt es weiter. Dabei beruft sich der Konzern einmal mehr auf die Ergebnisse einer bei der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) in Auftrag gegebenen Studie, wonach weltweit gesehen Autofahrer in Summe mehr als 25 Milliarden US-Dollar durch einen zu frühen Wechsel der Bereifung ihres Fahrzeuges aus dem Fenster werfen bzw. jährlich rund 400 Millionen Reifen unnötig verschwendeten, die dann natürlich entsprechend entsorgt werden müssten. cm


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