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„Burn-out“ auf der Reeperbahn: Führerschein von 22-Jährigem weg

Die Autoposer machen auch im Winter keine Pause. Deshalb sind auch die Beamten der Soko „Autoposer“ der Hamburger Polizei im Einsatz. Am vergangenen Wochenende haben sie mal wieder einige Autos aus dem Verkehr gezogen, die mit quietschenden Reifen und lauten Auspuffgeräuschen um die Aufmerksamkeit der Hamburger buhlten.

Besonders peinlich: Auf der Reeperbahn führte eine 22 Jahre alter türkischer Fahrer direkt hinter dem Funkstreifenwagen einen sogenannten „Burn-out“ durch. Die Reifen seine Mercedes CLK 320 (218 PS) drehten durch, quietschen laut, qualmten und das Fahrzeugheck brach aus. Natürlich wurde er kontrolliert. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,76 Promille. Nun hatte der junge Mann für einen Monat keinen Führerschein, er bekommt zwei Punkte in Flensburg und ihn erwartet ein Bußgeldverfahren von 500 Euro.

Bei der Überprüfung eines Mercedes SL 500 stellten die Beamten fest, dass die originale Abgasanlage durch eine andere ausgetauscht worden war. Die Mittelschalldämpfer waren entfernt und durch einfache Rohre ersetzt. Eine Schallpegelmessung ergab einen Wert von 107 Dezibel statt der erlaubten 76 Dezibel. Darüber hinaus standen die Reifen und Felgen der Hinterachse deutlich aus dem Radkasten heraus, teilt die Polizei mit. Aufgrund der ordnungswidrigen Umbauten war die Betriebserlaubnis erloschen, das Fahrzeug wird einem Sachverständigen vorgeführt.

Den Beamten fiel auch ein BMW 528i (193 PS) auf, der unzulässig gelb foliierte Nebelscheinwerfer hatte. Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Polizisten weitere Mängel fest.  Unter anderem waren weder der Endschalldämpfer, der Fächerkrümmer, die Felgen, die Reifengröße, die Distanzringe noch die Tieferlegung durch ein Tuning-Fahrwerk eingetragen oder genehmigt. Statt der erlaubten 77 Dezibel wurden vor Ort über 91 Dezibel gemessen. Die Betriebserlaubnis ist weg.

Ein Mustang GT Fahrer fielt auf, weil er unnötigen Lärm verursachte. Im Zuge der Kontrolle wurde dann eine nicht genehmigungsfähige Abgasanlage festgestellt. Statt der im Fahrzeugschein vermerkten 83 Dezibel wurden 110 Dezibel gemessen. Das Fahrzeug wurde sichergestellt.  cs

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