NRZ schaut sich um: Ein Drittel der Autofahrer in Stade ist mit Ganzjahresreifen unterwegs 

„Ich gehe auf Nummer sicher und habe ab Mitte Oktober Winterreifen auf meinem Auto drauf“, sagt ein etwa 60-jähriger Mann und steigt in seinen Mercedes, der mit „WinterContact-TS- 850“-Reifen von Continental ausgestattet ist. Seit Sonntag liegt in der norddeutschen Kleinstadt Stade Schnee. Die NEUE REIFENZEITUNG war an ihrem Verlagssitz unterwegs und hat sich bei nasskaltem Winterwetter die Reifen auf den Autos angeguckt. Insgesamt wurden 162 Autos auf zwei großen Parkplätzen in Stade genauer angeschaut. Das natürlich nicht ganz repräsentative Ergebnis: 108 Autos waren mit Winterreifen bestückt, 53 mit Ganzjahresreifen und ein Auto mit Sommerreifen.

Damit waren zwei Drittel der Fahrer mit Winterreifen unterwegs, fast ein Drittel mit Ganzjahresreifen und unter ein Prozent mit Sommerreifen. Am meisten verbreitet bei den Winterreifen waren WinterContact-Reifen von Continental. 13 Autofahrer waren mit ihnen unterwegs. Jeweils zehn Autofahrer vertrauten auf „Krisalp HP“ von Kleber oder „Alpin“ von Michelin. Neun Autofahrer waren mit „Kristall“ von Fulda unterwegs. Bei den Ganzjahresreifen-Fahrern vertrauten zehn Fahrer auf „Vector-4Seasons“ von Goodyear und neun auf „Quatrac“ von Vredestein. Sechs Autofahrer waren mit „CrossClimate“ von Michelin unterwegs, jeweils fünf mit „Euroall-Season“ von Falken oder „Adapto HP“ von Sava. Vier vertrauten auf „Optimo 4S“ von Hankook. Der Sommerreifen-Fahrer fuhr mit Continental-PremiumContact.

_Layout 1Für eine Autofahrerin, die in dicker Felljacke durch das Schneetreiben zu ihrem Kleinwagen stapft, sind Sommerreifen im Winter ein No-Go. Sie hat beim letzten Reifenwechsel Ganzjahresreifen aufziehen lassen. „Sommerreifen würde ich nie im Winter fahren. Das ist mir viel zu gefährlich. Allerdings brauche ich auch keine Winterreifen, denn ich fahre höchstens 5.000 Kilometer im Jahr und bleibe auch nur in Norddeutschland.“ Ohne die richtige Bereifung im Winter unterwegs zu sein, kann teuer werden. Autofahrer, die mit „nicht angemessener Bereifung“ erwischt werden, können mit Strafen von 60 bis 120 Euro rechnen und einem Punkt in Flensburg. 60 Euro bezahlen Fahrer, wenn sie „nur“ mit den falschen Reifen unterwegs sind (auch der Halter zahlt dann 75 Euro und kassiert einen Punkt). Doppelt so teuer kann es werden, wenn durch Sommerreifen im Winter sogar ein Unfall verursacht wurde. Noch teurer wird es, wenn Versicherungen die Schadensregulierung wegen falscher Reifen verweigern oder nur einen Teil übernehmen. Und genau aus diesem Grund sei ein 53-jähriger Mann im Oktober jetzt auch auf die Allwetterpneus von Goodyear umgestiegen: „Ich fahre nicht viel und habe keinen Platz, meine Reifen einzulagern. Jetzt fahre ich die Reifen einfach runter und dann kommen neue rauf.“

19 Prozent der Autofahrer sind mit Ganzjahresreifen von Goodyear unterwegs

Mit seinen Goodyear-„Vector-4-Seasons“ liegt der Stader im Trend, denn in der norddeutschen Kleinstadt sind die meisten der unter die Lupe genommenen Autos mit Ganzjahresreifen aus dem Hause Goodyear bestückt. 19 Prozent der Autofahrer waren mit ihnen unterwegs. 17 Prozent der Ganzjahresreifenfahrer waren mit Vredestein unterwegs, elf Prozent mit Reifen von Michelin und jeweils neun Prozent mit Pneus von Falken oder Sava. Hankook-Ganzjahresreifen waren auf acht Prozent der Fahrzeuge zu finden.

Bei den Winterreifen griffen die Autofahrer besonders gern zu Reifen aus dem Hause Continental. Zwölf Prozent waren mit ihnen unterwegs. Reifen der Marken Michelin und Kleber waren mit jeweils neun Prozent vertreten. Fulda-Winterreifen waren mit acht Prozent etwas mehr zu sehen, als die Marken Firestone oder Semperit (jeweils sieben Prozent) und Dunlop und Vredestein (jeweils sechs Prozent).  christine.schoenfeld@reifenpresse.de

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