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Kfz-Branche „sollte für RDKS dankbar sein“

In ihrer aktuellen Ausgabe 46/2017 hat sich die Zeitschrift Kfz-Betrieb dem Thema Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) gewidmet, mit denen alle nach dem 1. November 2014 erstmals für den Verkehr zugelassenen Fahrzeuge der Klasse M1 obligatorisch ausgerüstet sein müssen. Wie das Magazin vorrechnet, sind seit diesem Stichtag rund zehn Millionen Pkw neu zugelassen worden in Deutschland, von denen etwa zwei Drittel mit einem sensorbasierten, also direkt messenenden RDKS ausgestattet seien. Insofern geht man seitens des Blattes davon aus, dass wenigstens 24 Millionen Sensoren auf deutschen Straßen unterwegs sind. Wobei die Gesamtzahl an RDKS-Sensoren aber eher bei wohl rund 40 Millionen Stück liege angesichts vieler zweiter Rädersätze für den saisonalen Wechsel.

Mithin profitierten Werkstätten im Servicegeschäft davon nun zunehmend, zumal Ersatzbedarf mehr und mehr bei Reifenhändlern oder freien Werkstätten gedeckt werde statt im vertragsgebundenen Autohaus, das beim Fahrzeugneukauf oft ja schon den zweiten Satz Räder für die Wintersaison – mitunter werbewirksam als Beigabe – mitliefert. Zwar sei das Thema RDKS in den meisten Werkstätten mittlerweile angekommen, schreibt Kfz-Betrieb. Doch Probleme gebe es in der Praxis nach wie vor, wobei in diesem Zusammenhang vor allem der Anlernprozess der Sensoren im Vordergrund zu stehen scheint. Wegen des insgesamt größeren Aufwandes beim Reifenservice an einem Fahrzeug mit direktem RDKS müssen sich entsprechende Dienstleistungen genauso wie die bei jedem Reifenwechsel zu ersetzenden und in sogenannten Servicekits zusammengefassten Verschleißteile (zum Beispiel Dichtungen, Ventileinsatz, Staubkappe) selbstverständlich auf den Rechnungen der Kunden wiederfinden bzw. die Kosten dafür an sie weitergegeben werden.

„Wenn Verbraucher die Preise für den Räder- und Reifenwechsel bei unterschiedlichen Werkstätten vergleichen, sollten sie darauf achten, ob der RDKS-Service in den Angeboten enthalten ist. So mancher Billiganbieter könnte sich sonst nachträglich als teure Lösung herausstellen“, rät Kfz-Betrieb-Redakteur Jan Rosenow vor diesem Hintergrund. Seiner Meinung nach sollte die Kfz-Branche trotz des höheren Arbeitsaufwandes in der Werkstatt und möglicher (Preis-)Diskussionen mit der Kundschaft „dankbar sein“ für RDKS. Mit einem professionellen Service könnten sich Fachbetriebe von Hinterhofwerkstätten abheben und obendrein noch zusätzlich Umsatz generieren, wie er ergänzt. cm

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