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Dritte Generation „Diablo Supercorsa SP“ ab Januar erhältlich

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Pirelli hat einer neuen Version seines Motorradreifens „Diablo Supercorsa SP“ ankündigt. Obwohl hinsichtlich der Produktbezeichnung gegenüber dem Vorgänger offenbar alles beim Alten bleibt, soll es sich bei der jetzt vorgestellten Variante aber um die nunmehr immerhin schon dritte Generation dieses für das Hypersportsegment gedachten Modells handeln.

Entwickelt wurde es demnach gemeinsam mit den Supersport- und Superstock-Fahrern der Superbike-Weltmeisterschaft, bei der Pirelli als exklusiver Reifenausrüster fungiert. Der „leistungsfähigste Reifen mit Straßenzulassung, der jemals von Pirelli entwickelt wurde“, wird als Beleg für die Leidenschaft des Konzerns für Spitzentechnologie gesehen, bei dem unverkennbar dessen Racing-DNA zum Ausdruck komme. „Der ‚Diablo Supercorsa SP‘ wurde für alle Motorradfahrer entwickelt, die für ihre leistungsstarken Supersport- und Naked-Bikes einen Reifen suchen, der maximale Performance auf der Straße und der Rennstrecke bietet. Deshalb ist der ‚Diablo Supercorsa SP‘ der ideale Reifen für alle, die auch mal mit dem eigenen Motorrad direkt zur Rennstrecke fahren möchten, ohne es auf den Anhänger verladen zu müssen oder vor Ort die Reifen wechseln zu müssen“, so der Anbieter. In Sachen Laufflächenprofil, Reifenkontur und Struktur soll der neue „Diablo Supercorsa SP“ nahezu identisch mit den Reifen sein, die Pirelli in den nationalen und internationalen Rennserien einsetzt, in denen laut Reglement profilierte Reifen statt Slicks gefordert sind.

Seine Premiere hat er auf Ducatis Panigale V4, weil er zunächst vor allem als Erstausrüstung für diese Maschine entwickelt wurde. Schließlich setzt die Motorradmarke seit einigen Jahren bekanntlich auf Pirelli als alleinigen Reifenausrüster seiner Maschinen ab Werk. Daher rührt die laut Pirelli noch nie am Hinterrad verbaute neuen Größe 200/60 ZR17 M/C (80W) TL, während der Fahrzeughersteller am Vorderrad die Dimension 120/70 ZR17 M/C (58W) TL verbaut. Mit der neuen Hinterraddimension, deren Kontur neun Millimeter breiter und deren Gesamtdurchmesser 16 Millimeter größer sein als bei der Reifengröße 200/55 ZR17, verbindet der Reifenhersteller ein höheres Gripniveau, eine verbesserte Stabilität und eine optimierte Lenkpräzision in der Kurve. „Die Vorderreifenkontur wurde aktualisiert und ist jetzt zwei Millimeter breiter als bei der Größe 120/70. Die Kontur wurde perfekt an den Hinterreifen angepasst. Daher laufen Vorder- und Hinterreifen zusammen sehr harmonisch, um so ein optimales Lenkverhalten und eine gute Kurvenlage zu garantieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Mischung durch die optimierte und vergrößerte Aufstandsfläche weniger Belastungen ausgesetzt ist“, sagt Pirelli.

Apropos Mischungen: Beim neuen „Diablo Supercorsa SP“ hat sich der Reifenhersteller zum ersten Mal dazu entschieden, bei einem Modell mit Straßenzulassung eine Mischung für Rennreifen zu verwenden. Am Hinterrad weist er demnach eine Bi-Compound-Mischung mit drei unterschiedlichen Bereichen auf. „Durch die ‚Enhanced-Patch‘-Technologie (EPT) war es möglich, eine sehr weiche Mischung an den Reifenschultern zu verwenden“, so Pirelli. Dies sei die „perfekte Lösung“ um dem Reifen die typischen Leistungseigenschaften eines Rennreifens auf der Rennstrecke zu verleihen und gleichzeitig ein optimales Ergebnis auf der Straße zu garantieren. Im Mittelbereich besitzt die Mischung Pirelli zufolge einen Anteil von 100 Prozent Ruß für optimalen Grip und eine gute Kilometerlaufleistung. Die Mischung an den Reifenschultern sei hingegen die gleiche wie beim Slick „Diablo Superbike SC2“, um dem Fahrer selbst in hohen Schräglage maximalen Grip zu ermöglichen. Vorne kommt jedoch nur eine Mischungsspezifikation zum Einsatz, die aber ein schnelles Erwärmen und einen konstanten Grip in allen Lagen garantieren soll.

Die Karkasse des neuen Reifens wurde ebenfalls unmittelbar vom „Diablo Superbike“ abgeleitet, um die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und auf geraden Strecken zu verbessern. Aber natürlich ist der Reifen als für die Straße zugelassenes Modell profiliert, wobei das Profildesign im Gegensatz zum Vorgänger leicht verändert wurde und nunmehr acht Abstände aufweist bzw. dessen Muster sich auf der Gesamtreifenfläche achtmal wiederholt. Dabei sei zudem die Winkelgeometrie des sogenannten „Flash-Designs“, das als charakteristisch für die supersportlichen Reifen von Pirelli bezeichnet wird, weiter optimiert worden, heißt es. „Die Brücken zwischen den Längsrillen stehen jetzt in neuen Winkeln zueinander, diese Anpassung verbessert gemeinsam mit den engeren Profilrillen die Stabilität und sorgt für einen gleichmäßigen Abrieb. Darüber hinaus trägt die geringere Anzahl von Rillen an den Schulterbereichen dazu bei, den Reifen noch schneller zu erwärmen“, verspricht Pirelli mit Blick auf sein neues Motorradreifenmodell. Das wird ab kommendem Januar zunächst in den beiden bereits genannten Dimensionen erhältlich sein, wobei eine Erweiterung des Sortiments ab Herbst 2018 aber bereits angekündigt wird. cm

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