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Flexibilität und Innovationen helfen Cima Impianti in schwierigem Markt

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Wie für viele andere Maschinenhersteller, so hat sich auch für Cima Impianti im vergangenen Jahrzehnt das Geschäft dramatisch verändert. Der italienische Anbieter von Maschinen und Anlagen für die Reifenproduktion, hier insbesondere die Runderneuerung, betont dabei, zur Anpassung sei „eine große Fähigkeit, sich zu entwickeln und an neue Marktverhältnisse anzupassen“, vonnöten gewesen, und zwar in Bezug auf die Mitarbeiter wie auch auf die produzierten Anlagen und Maschinen, heißt es dazu in einer Mitteilung.

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Dabei entwickelt sich das Cima-Impianti-Angebot für die Runderneuerungsbranche von Jahr zu Jahr weiter, was stark von einzelnen Aufträgen und allgemeinen Markttrends abhängt. Dank tief verwurzelter Marktkenntnisse und einer hohen Flexibilität, so berichtet Cima, sei man imstande gewesen, komplett neues Equipment zu entwickeln sowie bestehendes weiterzuentwickeln, um den sich ändernden Markterfordernissen zu folgen. Heute bietet das Unternehmen Produkte an, die die gesamte Runderneuerung mit all ihren Prozessschritten abdecken, und schließt dabei alles von der Pkw- bis hin zur OTR-Reifenrunderneuerung mit ein. Dazu zählen CNC-gesteuerte Schäl- und Raumaschinen genauso wie solche, um Profile in Slickreifen zu schneiden (Smooth & Groove). Ebenfalls im Sortiment: CNC-Extruder, Handextruder für die Reifenreparatur und Bindegummiextruder.

Cima Impianti bietet CNC-gesteuerte Schäl- und Raumaschinen genauso an wie solche, um Profile in Slickreifen zu schneiden (Smooth & Groove)

Cima Impianti bietet CNC-gesteuerte Schäl- und Raumaschinen genauso an wie solche, um Profile in Slickreifen zu schneiden (Smooth & Groove)

All diese Maschinen werden von Cima Impianti selber entwickelt und produziert und vervollständigen dabei das Angebot an Pressen und Formen – dem Unternehmen zufolge „die unbestrittene Nummer eins“ im Produktsortiment. So führen die Italiener allein 25 verschiedene Vulkanisationspressen aus sechs verschiedenen Linien und betonen außerdem, „was auch immer vulkanisiert werden soll – Cima hat dazu die passende Presse oder entwickelt sie“. In den vergangenen beiden Jahren hat Cima Impianti etwa auch mehrere Pressen für die Produktion von Gummiketten, Bandagen, Rollstuhlreifen, Ringlaufstreifen oder Vollgummireifen entwickelt.

Bei Cima Impianti bezeichnet man es als besondere Stärke des Unternehmens, dass die Pressen in der Regel ohne Heizbälge auskommen. Außerdem sei man stolz darauf, selbst Branchen wie der Runderneuerung von Flugzeugreifen mit Maschinen dienen zu können, ist dort doch üblicherweise ein Höchstmaß an Individualisierung notwendig.

Wie bereits erwähnt, macht die Weiterentwicklung der Märkte auch den regelmäßigen Launch neuer und verbesserter Produkte nötig. Eine der jüngsten Innovationen dabei: Pressen, deren beweglichen Teile nicht mehr zentralgesteuert geschmiert werden, sondern sich schlichtweg durch Reibung selber schmieren – „eine wegweisende Verbesserung“, so das Unternehmen aus Pistoia bei Florenz. Der Runderneuerer könne dabei nicht nur auf die Schmierung verzichten, sondern verringere auch die Gefahr der Kontamination des zu vulkanisierenden Gummis. Das neue System wurde ursprünglich für Cima-Lkw-Reifenpressen eingeführt, wird jetzt aber zunehmend auch für andere Pressen angeboten.

Die italienische Firma Cima Impianti wurde 1953 als Formenbauer für die Runderneuerung gegründet und produziert heute in einer 6.000 Quadratmeter großen Fabrik in Pistoia bei Florenz etliche Anlagen und Maschinen, die in der Runderneuerung gebraucht werden

Die italienische Firma Cima Impianti wurde 1953 als Formenbauer für die Runderneuerung gegründet und produziert heute in einer 6.000 Quadratmeter großen Fabrik in Pistoia bei Florenz etliche Anlagen und Maschinen, die in der Runderneuerung gebraucht werden

Ein weiteres Zeichen der Flexibilität von Cima Impianti sei die Expansion des Geschäftes auch außerhalb der Reifenproduktion. Erst kürzlich hat das Unternehmen etwa erstmals Drahtwalzwerke produziert und vermarktet.

Heutzutage sei es überaus wichtig, den engen Kontakt zum Kunden zu halten und darüber auf dem Laufenden zu bleiben, wie sich dessen Bedürfnisse weiterentwickeln. Entsprechend habe man bei Cima Impianti kürzlich beschlossen, auch verschiedene Verbrauchsgüter anzubieten. Nachdem das Unternehmen diese vor drei Jahren zunächst exklusiv in Italien eingeführt hatte, kamen sie im vergangenen Jahr auf den europäischen Markt und sorgen somit für einen engmaschigeren Kontakt zum Kunden.

Vor dem selben Hintergrund hat man im vergangenen Jahr in den USA eine neue Gesellschaft gegründet. Die Cima Technical Services and Marketing LLC soll sich dabei in Kooperation mit Cimas US-Distributeur um die Installation von neuen Anlagen, um entsprechende Schulungen und den After-Sales-Service und die Wartung dazu kümmern.

Bei Cima Impianti sei man sich „sehr wohl im Klaren darüber, wie schwierig der Markt derzeit ist“, will aber „alles tun was möglich ist, um denen zu helfen, die an dieses Geschäft glauben“, heißt es dazu abschließend. Dass der Hersteller selbst zu den ‚Gläubigen‘ gehört, habe er erst kürzlich mit der Investition in eine neue Fräsmaschine für rund 800.000 Euro unter Beweis gestellt; dieser Tage wird die Anlage installiert. Damit wolle sich Cima Impianti nicht zuletzt als „One-Stop-Shop“ für seine Kunden in der Reifenbranche etablieren. ab

 

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