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Mehr als RDKS: SRI arbeitet an DWS-Weiterentwicklung „Sensing Core”

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Dass Sumitomo Rubber Industries (SRI) nicht nur Produzent von Reifen der Marke Falken ist, sondern Fahrzeughersteller auch mit indirekten, also auf der ABS-Infrastruktur basierenden Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) beliefert, sollte hinlänglich bekannt sein. Bei dem japanischen Unternehmen wird das Ganze unter dem Kürzel DWS (Deflation Warning System) geführt. Die Weiterentwicklung dieses Systems, das dank der Korrelation zwischen Fülldruck und Abrollumfang eines Reifens durch ständigen Vergleich letzteren Parameters aller vier Räder auf Abweichungen vom Solldruck schließen lässt, soll jetzt sogar noch deutlich mehr als nur einen etwaigen Druckverlust detektieren können. Möglich sein soll darüber hinaus etwa eine Erkennung des Fahrbahnzustandes oder der Radlast. Doch noch weitere Informationen ließen sich mithilfe der Analyse der Raddrehzahlsignale gewinnen heißt es. Dennoch kommt SRI bei der „Sensing Core“ getaufte neue Technologie trotz der Bezeichnung nach wie vor freilich ohne tatsächlichen Messaufnehmer/Sensor aus. Das „Core“ im Namen stammt daher, dass der Reifen vom Unternehmen als Kernkomponente eines Fahrzeuges bzw. im Hinblick auf die Fahrsicherheit angesehen wird, und „Sensing“ soll andeuten, dass der Reifen gewissermaßen selbst als eine Art Sensor fungiert.

Basis des Ganzen ist demnach der Einsatz innovativer Software bzw. spezieller Algorithmen in Kombination mit einem breiten Erfahrungsschatz rund um das Verhalten jedes einzelnen Reifens unter den verschiedenen Einsatzbedingungen, den man bei SRI in mehr als 100 Jahren Forschung und Entwicklung in Bezug auf die schwarzen Gummirundlinge gesammelt habe. In diesem Zusammenhang spricht der Reifenhersteller bei „Sensing Core“ auch von einer statistischen Auswertung der vom ABS gelieferten Raddrehzahlsignale. Dies erlaube unter anderem nicht weniger als eine Echtzeitabschätzung des Reibkoeffizienten des jeweiligen Straßenbelages, genauso wie darüber Informationen zu etwaigen Reifenbeschädigungen oder zum Abrieb zugänglich seien. Diese Daten könnten – so die weitere Vision – dann auch über eine Cloud an andere Fahrzeuge oder an für deren Wartung Verantwortliche übertragen werden. „Mit Überzeugung können wir daher sagen, dass ‚Sensing Core‘ nicht nur eine Technologie ist, die zu mehr Sicherheit für den Fahrer und seine Begleiter beiträgt, sondern auch eine Rolle bei der schnell fortschreitenden Entwicklung im Bereich autonomes Fahren spielen wird“, ist man bei dem japanischen Konzern überzeugt. cm

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