Feinpartikel durch Reifen und Bremsen per Computersimulation erforscht

Dienstag, 11. Juli 2017 | 0 Kommentare
 
Ramin Aghababaei forscht an dem Thema Reibung  Foto:  Alain Herzog
Ramin Aghababaei forscht an dem Thema Reibung Foto: Alain Herzog

Autofahren belastet die Umwelt. Aber die Schadstoffe kommen nicht nur aus dem Auspuff, sondern auch aus den Reifen und Bremsbelägen. Denn die Reibwirkung erzeugt Millionen feiner Partikel, die vom menschlichen Auge nicht gesehen werden, die aber Probleme wie Atemwegserkrankungen verursachen können, heißt es bei der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) in der Schweiz. Das Problem: die Messung dieser Kleinstpartikel. Jüngst haben Forschende der EPFL und der Cornell University in den USA habe eine Computersimulation entwickelt, um nachzuvollziehen, wie sich diese Partikel bei Reibung bilden. Darauf aufbauend haben sie berechnet, welches Volumen, welche Größe und welche Form die Partikel haben. Dies sei von Bedeutung, da die kleinsten Partikel das größte Risiko für die Gesundheit darstellen, schrieb die EPFL in einer Mitteilung. Aber nicht nur der Gesundheitsaspekt wäre in diesem Zusammenhang interessant, sondern auch der Verschleiß des Materials. In der Automobil- und Luftfahrbranche würde laufend nach der passenden Beschichtung gesucht werden, um Reibung zu reduzieren und dadurch Material- und Energieverluste zu vermeiden, heißt es weiter. Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie hat jüngst auf YouTube ein Video veröffentlicht, in dem er verdeutlicht, das Straßen- und Reifenabrieb nicht am Feinstaub schuld seien. Erklärt wird hier: Die Partikel, die hier bei der Reibung anfallen, sind viel zu groß und somit zu schwer, um in der Luft zu bleiben. cs


Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Kategorie: EDV & Online, Markt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *