Sensor kann vor zu geringer Profiltiefe warnen

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An der Duke University in Durham (North Carolina/USA) arbeiten Elektroingenieure an einem kostengünstigen Sensor zur Überwachung von Materialstärken unter anderem, aber nicht nur in der Automobilindustrie. Ein Anwendungsszenario ist die Messung der Profiltiefe von Fahrzeugreifen.

In Zusammenarbeit mit der Fetch Automotive Design Group haben die Forscher einen auf der Technologie von Kohlenstoffnanoröhren basierenden Sensor entwickelt, der auf flexible Oberflächen gedruckt und damit auch in Reifen integriert werden können soll, um dann im Falle eines Falles zu warnen, wenn die Dicke des Gummis zwischen Sensor und Straße zu gering wird. „Angesichts der ganzen Technologie und Sensoren in heutigen Autos ist es doch irgendwie verrückt, dass nahezu keine Daten rund um die einzige Fahrzeugkomponente gesammelt werden, die als einzige tatsächlich in Kontakt mit der Straße kommt“, verspricht sich Aaron Franklin, Associate Professor Electrical & Computer Engineering an der Universität, davon vor allem einen Beitrag zu mehr Fahrsicherheit. „Unser Profilsensor ist die perfekte Kombination von High-end-Technologie und einer einfachen Lösung”, erklärt er.

Der Profitiefensensor wird im inneren des Reifen angebracht und über seine beiden sehr dicht beieinanderliegenden Elektroden sollen die von der Material-/Laufflächendicke abhängigen Interferenzen des zwischen ihnen bestehenden elektrischen Feldes gemessen bzw. analysiert werden können

Der Profitiefensensor wird im inneren des Reifen angebracht und über seine beiden sehr dicht beieinanderliegenden Elektroden sollen die von der Material-/Laufflächendicke abhängigen Interferenzen des zwischen ihnen bestehenden elektrischen Feldes gemessen bzw. analysiert werden können

Auf dem Innerliner angebracht, besteht der Sensor demnach im Wesentlichen aus zwei sehr dicht beieinanderliegenden Elektroden, mittels denen letztlich die von der Material-/Laufflächendicke abhängigen Interferenzen des zwischen ihnen bestehenden elektrischen Feldes gemessen bzw. analysiert werden können. Es soll zwar ein Limit geben, was die maximal detektierbare Materialdicke betrifft, doch heutige Reifen lägen auf jeden Fall darunter, sodass mit dem Duke-Sensor deren Profitiefe im Submillimeterbereich mit einer 99-prozentigen Genauigkeit bestimmt werden könne, heißt es weiter. Für ihre Technologie haben die Forscher zwei Patente angemeldet, und derzeit sind sie auf der Suche nach Industriepartnern, damit die Sensoren tatsächlich dann auch ihren Weg in Reifen bzw. in Fahrzeuge finden. Wenn man diese Idee Industrieexperten vorstelle, dann würden die sich meist fragen, warum sie so etwas vorher noch nicht selbst versucht hätten, sagt Franklin. cm

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