Wie erwartet: Dunlop Aircraft Tyres hat neuen Eigner

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Schon vergangenen Herbst wurde darüber spekuliert, ob Dunlop Aircraft Tyres Ltd. nicht demnächst einen neuen Eigner bekäme. Die Zeit der Mutmaßungen ist nun vorbei, denn der britischen Entwickler, Hersteller und Runderneuerer von Flugzeugreifen ist von Liberty Hall Capital Partners übernommen worden. Für das auf Investitionen im Luftfahrt- und Militärgeschäft fokussiere Private-Equity-Unternehmen ist dies gleichbedeutend mit einem Einstieg auch in den Ersatzmarkt, den man sich eigenen Angaben zufolge 135 Millionen US-Dollar – nach derzeitigem Wechselkursverhältnis gut 120 Millionen Euro – hat kosten lassen. Dunlop Aircraft Tyres Ltd. trägt zwar den auf John Boyd Dunlop zurückgehenden Markennamen in seiner Firmenbezeichnung und stellt freilich auch Dunlop-Flugzeugreifen her, steht allerdings in keinerlei Beziehung zu dem Goodyear- bzw. Goodyear-Dunlop-Konzern, der entsprechenden Dunlop-Markenrechte unter anderem etwa für Pkw-, Lkw- oder Motorradreifen hält.

„Unsere Absicht ist es, das Erbe, den Ruf und den Markennamen, den Dunlop Aircraft Tyres in seiner mehr als 100-jährigen Historie aufgebaut hat, dazu zu nutzen, das Wachstum des Unternehmens weiter voranzutreiben und es zu einen unabhängigen, globalen, diversifizierten Flugzeugreifenanbieter höchsten Wertes zu entwickeln“, sagt Liberty-Hall-Gründungspartner Rowan Taylor. Er sehe die Neuerwerbung aber nicht nur mit Blick auf die Marke, sondern auch in Bezug auf den Kundenservice, die Technologie sowie das Portfolio an unterstützten Flugzeugplattformen für den zivilen und militärischen Bereich ideal positioniert. Neben dem Hauptsitz im britischen Birmingham betreibt Dunlop Aircraft Tyres noch zwei weitere Standorte in Mocksville (North Carolina/USA) sowie in Jinjiang (China) mit zusammen alles in allem rund 570 Mitarbeitern und weltweit mehr als 300 Kunden aus der Luftfahrtindustrie. Über 90 Prozent des von dem Unternehmen erzielten Umsatzes wird demnach im Ersatzgeschäft erzielt. cm

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