Michelin schließt Nachhaltigkeitsprojekt „Konditherm“ im Werk Homburg ab

Mittwoch, 7. Juni 2017 | 0 Kommentare
 
Gemeinsam für mehr Energieeffizienz: Michelin erzeugt am Standort Homburg 70 Prozent des eigenen Strombedarfs selbst und spart dabei eigenen Berechnungen zufolge jährlich mehr als 8.300 Tonnen CO2 ein; gestern konnten der Hersteller und seine Partner das Nachhaltigkeitsprojekt „Konditherm“ im Michelin-Reifenwerk in Homburg abschließen
Gemeinsam für mehr Energieeffizienz: Michelin erzeugt am Standort Homburg 70 Prozent des eigenen Strombedarfs selbst und spart dabei eigenen Berechnungen zufolge jährlich mehr als 8.300 Tonnen CO2 ein; gestern konnten der Hersteller und seine Partner das Nachhaltigkeitsprojekt „Konditherm“ im Michelin-Reifenwerk in Homburg abschließen

Gestern schlossen Michelin und die Stadtwerke Homburg feierlich mit der saarländischen Wirtschafts- und Energieministerin Anke Rehlinger und dem Oberbürgermeister der Stadt Homburg Rüdiger Schneidewind das Nachhaltigkeitsprojekt „Konditherm“ im Michelin-Reifen- und Runderneuerungswerk in Homburg ab. Im vierten und letzten Projektschritt investierten die Projektpartner weitere drei Millionen Euro. Mit Konditherm gewinnt Michelin den heißen Dampf aus der Vulkanisation der Lkw-Reifen zurück und leitet die gewonnene Energie in das Netz des Werkes und der Stadt. In die Energiezentrale wurden jetzt unter anderem fünf Wärmetauscher eingebaut, um die Abwärme noch effizienter zu nutzen. Cyrille Beau, Michelin-Werksleiter in Homburg: „Konditherm ist ein Gewinn für Gesellschaft und Unternehmen: Wir verringern den CO2-Ausstoß und schonen dadurch die Umwelt. Mich freut es, dass Michelin im Saarland einen aktiven Beitrag zur Energiewende leistet.“

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger gratuliert zum Abschluss des Projekts: „Mit Konditherm ist Michelin ein tolles Vorbild für Nachhaltigkeit. Hier am Standort wird nicht nur der CO2-Ausstoß reduziert, sondern auch gleichzeitig Energie produziert. Eine echte Win-Win-Situation für die Stadt und das Unternehmen.“

Die Stadtwerke Homburg investierten seit 2011 insgesamt sechs Millionen Euro in die Kondithermanlage. Jörg Fritz, Prokurist und Projektleiter bei den Stadtwerken Homburg: „Wir leisten mit unserer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Industriestandortes Homburg. Insbesondere in Zeiten des harten Wettbewerbs bieten wir unseren Kunden neue Ideen und Dienstleistungen an.“

In der ersten Stufe wurde 2011 die Kondithermanlage installiert. Mit dieser Anlage gewinnt Michelin den heißen Dampf aus der Vulkanisation der Lkw-Reifen zurück, leitet die gewonnene Energie ins Netz und spart somit eigenen Berechnungen zufolge jährlich rund 8.300 Tonnen CO2 ein. Das entspricht dem jährlichen Energiebedarf von 1.500 Einfamilienhäusern. 2014 wurde eine Fernwärmeleitung in das neue Homburger Schwimmbad gebaut, um mit der Konditherm-Anlage einen Teil des Wärmebedarfs dort zu decken. 2015 installierte Michelin zusätzlich ein neues Blockheizkraftwerk. Dieses erzeugt Strom und Wärme und ergänzt die Energieerzeugung der bestehenden Turbinen. In die Energiezentrale baute Michelin jetzt fünf Wärmetauscher ein, um die Abwärme besser zu nutzen. Gleichzeitig kann die Wärme in neuen Absorptionskälteanlagen zum Kühlen von Maschinen in der Reifenfertigung dienen.

Zur nachhaltigen Energiepolitik des Werkes gehören die werkseigene Kraft-Wärme-Kopplung, die Kondithermanlage, das Blockheizkraftwerk sowie die Photovoltaikflächen auf dem Mitarbeiterparkplatz und den Produktionshallen. Die 2010 eingeweihte Solarmodulfläche hat eine Größe von 116.272 Quadratmetern, eine Leistung von 5,4 Megawatt Peak und stellt Strom für umgerechnet 1.560 Haushalte her. Mittlerweile produziert das Reifenwerk rund 70 Prozent seines Stroms selbst. ab

 

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Kategorie: Markt

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