„Punktuell“ personelle Veränderungen in der Goodyear-Organisation

Während Goodyear die von der Schließung des Reifenwerkes in Philippsburg betroffenen rund 900 Mitarbeiten über den mit der Arbeitnehmerseite vereinbarten Sozialplan nach den Worten von Jürgen Titz – Vorsitzender der Geschäftsführung der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) im Konzern – bei der „Erschließung neuer Karriereperspektiven“ unterstützt, sind der NEUE REIFENZEITUNG zugleich Berichte von einem noch darüber hinaus gehenden, gleichwohl zahlenmäßig weniger umfangreichen Stellenabbau bei der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH (GDTG) zu Ohren gekommen. Demnach soll es sich um rund 50 Beschäftigte aus Bereichen wie Vertrieb, Marketing oder auch Kommunikation handeln, die um ihren Arbeitsplatz bangen müssen respektive ihre Kündigung zwischenzeitlich schon erhalten haben. Ob etwas dran ist an diesen Gerüchten, hat die Redaktion bei Mirjam Berle, Director Corporate Communications mit Zuständigkeit für den DACH-Markt bei Goodyear, in Erfahrung bringen wollen. Klare Antworten auf unsere Fragen zu einem etwaigen weiteren, über Philippsburg hinaus gehenden Stellenabbau und den möglichen Gründen dafür erhielten wir indes nicht, sondern nicht viel mehr als Allgemeinplätze.

Man prüfe ihren Worten zufolge die Organisation fortlaufend, um „zu gewährleisten, dass wir möglichst wettbewerbsfähig und effizient arbeiten“. In diesem Zusammenhang könne es selbstverständlich „punktuell auch zu personellen Veränderungen kommen“, so Berle weiter, ohne ganz offensichtlich konkreter zu möglicherweise Betroffenen werden zu wollen oder können. Unabhängig davon wird bei dieser Gelegenheit allerdings auf das „Solar“ genannte Projekt verwiesen, bei dem der Konzern die Auslagerung eines Teils der Belegschaft in eine neue Tochtergesellschaft plant, um Kosten im Energiebereich zu senken. „Hier war der intensive Dialog mit den Arbeitnehmervertretern erfolgreich, um das Verständnis und das Vertrauen in die Vorteile zu gewinnen, welche die neue Struktur bieten würde. Die Arbeitnehmervertreter haben letzte Woche intern an die Belegschaft kommuniziert und bestätigt, dass die geplante Gründung der neuen Gesellschaft dazu beitragen würde, das Unternehmen kostenseitig zu entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern. In diesem Kontext haben sie auch bestätigt, dass die involvierten Belegschaftsmitglieder mit allen Rechten Teil von GDTG bleiben“, so Berle in diesem Zusammenhang. christian.marx@reifenpresse.de

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