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Was sich die Deutschen den Unterhalt ihres Autos kosten lassen

Laut einer gemeinsam von den beiden digitalen Marktplätze AutoScout24 und ImmobilienScout24 bei der Innofact AG in Auftrag gegebenen Studie lassen sich die Deutschen den Unterhalt ihres fahrbaren Untersatzes einiges kosten. Bezogen auf diejenige 55 Prozent der Umfrageteilnehmer, die privat ein deutsches Pkw-Fabrikat fahren, wird diesbezüglich (inklusive Kosten wie für Benzin, Stellplatz, Steuer, Versicherung, Leasing-Raten und Reparaturen) eine Summe von im Schnitt 226 Euro genannt. Das sei etwa ein Drittel des Betrages, der für die eigene Unterkunft – Haus, Wohnung oder Zimmer (inklusive Ausgaben wie Miete, Kreditraten, Hausgeld, Strom, Handwerker) – aufgewendet werde. Angaben dazu, wie hoch die Autokosten bei den Haltern nicht von deutschen Herstellern stammenden Fahrzeugen sind, werden zwar nicht gemacht, wohl aber dazu, dass asiatische Modelle hinsichtlich der Käufergunst hierzulande mit einem 17-prozentigen Anteil auf dem zweiten Platz rangieren gefolgt von solchen aus Frankreich (elf Prozent) und den USA (acht Prozent). Demgegenüber sollen lediglich drei Prozent der deutschen Fahrer einen italienischen Wagen ihr Eigen nennen.

Doch selbst wenn deutsche Fahrzeuge den Markt insgesamt dominieren würden, seien die ausländischen Hersteller bei bestimmten Fahrzeugtypen weit verbreitet. „So bedienen Italiener zum Beispiel vor allem den Klein- und Kompaktfahrzeugmarkt: 67 Prozent der in Deutschland genutzten italienischen Fahrzeuge gehören in dieses Segment. Danach folgen Hersteller aus Asien (45 Prozent Klein- und Kompaktwagen), aus Frankreich (42 Prozent) und aus den USA (34 Prozent). Bei den genutzten Pkw aus Deutschland ist der Anteil der Kleinen und Kompakten mit 28 Prozent eher gering“, ist einer entsprechenden Mitteilung zu entnehmen. Im Segment der SUVs (Sport Utility Vehicles) seien hingegen asiatische Modelle besonders stark vertreten: 20 Prozent aller Fahrzeuge aus Asien sind in Deutschland demnach SUVs oder Geländewagen, während mit Blick auf amerikanische Modelle die Quote mit acht Prozent beziffert wird respektive mit sieben und sechs Prozent bei den deutschen bzw. französischen. Weiteres Ergebnis der Studie, für die im März hierzulande gut 1.000 Autohalter im Alter zwischen 18 und 65 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden: Je nach Fahrzeugkategorie fallen die fürs Auto aufgewendeten Kosten unterschiedlich hoch aus, wobei beispielsweise Klein-/Kompaktwagenbesitzer 179 Euro monatlich ausgeben, SUV-Fahrer aber 293 Euro in ihr Fahrzeug investieren.

In Abhängigkeit vom Alter hat sich zudem herausgestellt, dass Klein- und Kompaktwagen vor allem bei den 18- bis 29-Jährigen ganz weit vorne liegen (55 Prozent), während sie in den übrigen Altersklassen im Schnitt nur auf einen 30-prozentigen Anteil kommen. Und die 30- bis 39-Jährige besitzen demnach am häufigsten Kombis (30 Prozent). „Auffällig ist auch die Altersverteilung bei SUVs und Geländewagen. Spielen die relativ hochpreisigen Fahrzeuge bei den jungen Fahrern (18 bis 29 Jahre) mit zwei Prozent fast keine Rolle, so werden sie mit zunehmendem Alter immer beliebter. Schon fünf Prozent der 30- bis 39-Jährigen und zwölf Prozent der 40- bis 49-Jährigen fahren diese Art von Fahrzeugen. Bei der Gruppe der 50- bis 65-jährigen Fahrer sind es sogar 14 Prozent“, so ein weiteres Umfrageergebnis. „Die Präferenz der Jüngeren für Klein- und Kompaktwagen erklärt sich durch ihr meist begrenztes Budget. 30- bis 39-Jährige legen Wert auf viel Platz – sei es, weil sie eine Familie gegründet haben oder um ihren Hobbys nachzugehen. Deshalb besitzen viele einen Kombi. 50- bis 65-jährige Fahrer verfügen offenbar über die nötigen finanziellen Mittel und schätzen die gute Übersicht, die SUV und Geländewagen bieten“, erklärt Dr. Sebastian Lorenz, Vice President Consumer bei AutoScout24, wie sich die Anforderungen an ein Auto und die finanziellen Möglichkeiten der Halter im Laufe des Lebens ändern. cm

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