Beim European Tuning Showdown in Friedrichshafen knistert die Luft

Freitag, 7. April 2017 | 0 Kommentare
 
1955er Buick von Oliver Bogatu getunt
1955er Buick von Oliver Bogatu getunt

Es ist das Treffen der Tuning-Giganten unter Europas Schraubern und als anspruchsvollster „Show & Shine“- Wettbewerb seit Jahren bekannt: Der European Tuning Showdown. Vom 28. April bis 1. Mai 2017 kommen Fans von automobilen Schmuckstücken wieder auf Hochtouren, wenn die jährlich stattfindende Champions League der Showcars auf der Tuning World Bodensee stattfindet. In 72 Kopf-an-Kopf-Duellen treten Kleinwagen, Sportwagen, SUV’s, Oldtimer, Lowrider und spektakuläre Extremumbauten gegeneinander an.

Während die Jury aus Tuning- und KFZ-Experten die Showcars auf Verarbeitung, Style und Show-Konzept überprüft, können die Messebesucher live mitfiebern, wer die Europameisterschaft des „Show & Shines“ und die Preise in Höhe von 10 000 Euro abräumt. In vielen Jahren hat sich der „Show & Shine“-Wettbewerb in Friedrichshafen zu einem Pulsgeber und Trendsetter in der Showcar-Community entwickelt. „Mit dem European Tuning Showdown haben wir etwas Einzigartiges für die europäische Tuningszene geschaffen”, betont Projektleiter Dirk Kreidenweiß. „Nirgendwo sonst in Europa treffen auf einer Veranstaltung so hochkarätige Fahrzeuge konzentriert aufeinander. Dementsprechend international ist auch das Teilnehmerfeld.”

In das Finale mit den Top-20 Showcars des European Tuning Showdowns möchte auch Nils Weinberg aus Oldenburg kommen. Er tritt mit einem vermeintlichen Exoten an: Einem Hyundai Genesis Coupé, das der Holsteiner mit den angesagtesten Importteilen, wie etwa einem trendigen Remake „Bolt-on-Widebodykit“ von TRA Kyoto aus Japan in Szene gesetzt hat. Bereits 2016 gewann Nils Weinberg den Yokohama Tuning Award in Friedrichshafen und für den European Tuning Showdown hat er sein Coupé weiter verfeinert. Es geht noch exotischer: Der Belgier Eric Van Amme hat ein bereits in Serie äußerst seltenes Tiger Avon Kit Car mit selbst designtem Karosserieumbau aufgebaut und die komplette Technik überarbeitet.

Neben Fahrzeugen aus Nordeuropa sind in diesem Jahr auch wieder viele Showcars aus Belgien, England, Frankreich, Italien, Kroatien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Polen und Ungarn beim European Tuning Showdown vertreten. Ein Highlight für US-Car-Fans ist der 1955er Buick des Oberbayern Oliver Bogatu. Er hat seinen Oldie in den letzten Jahren komplett neu aufgebaut und allein über 1200 Stunden in die Karosserierestauration investiert. Wie weit Oliver Bogatu kommt, ist offen. „In diesem Jahr ist das Niveau noch anspruchsvoller als in den Jahren zuvor. Weiter kommt nur, wer konsequent seinen gewählten Stil umgesetzt hat und mit handwerklicher Perfektion bis ins Detail überzeugt“, erklärt Organisator Sven Schulz. „Das Auto, welches am Ende gewinnt, darf zurecht als das perfekteste Showcar des Jahres den renommierten Titel nach Hause fahren.“

Das Besondere am European Tuning Showdown sind die nach dem Zufallsprinzip startenden Fahrzeugduelle. Vor den Augen des Publikums werden die von den Fahrzeugbesitzern in mühevoller Handarbeit aufgebauten Showcars begutachtet und bewertet. Showmoderator Clemens Verley erklärt den Zuschauern die jeweiligen Tuning- und Fahrzeugfeatures. Dabei spielt es keine Rolle, welche Tuningtrends umgesetzt worden sind. Ob „Bolt-on-Kits”, „Custom-Look”, „Custom-Tuning” (Tuning mit Eigenbaukomponenten), „Camber-Style” (extremes Radsturztuning), „California-Look”, „F-F-F-Tuning” (Fahrwerk-Felgen-Folien-Tuning), „Hellaflush” (extrem Tieferlegungen), „JDM-Style” (ausschließlich Komponenten aus Japan genutzt), „OEM+”, „Race-Style” oder der Mix von allen Stilrichtungen: Nur das am konsequentesten umgesetzte Fahrzeug und das handwerklich perfekteste Showcar kommt eine Runde weiter. Insgesamt müssen die „Show & Shine“-Teilnehmer vier Wertungsrunden überstehen. Wer von den 64 teilnehmenden Showcars am Ende das Rennen macht, steht am 1. Mai fest. cs

Weitere Informationen auf www.tuningworld.de

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Kategorie: Allgemein, Tuning

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