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Continental erhält Zustimmung für das Taraxagum Lab Anklam

Ende März wurden dem Stadtrat von Anklam die langfristigen Pläne des internationalen Reifenherstellers Continental für das Taraxagum Lab Anklam vorgestellt. Dabei wurde die Vorlage mit breiter Zustimmung für alle Pläne auch grundsätzlich genehmigt.

Die nächsten Schritte sind nun der Erwerb des etwa 30.000 Quadratmeter großen Grundstückes im Gewerbegebiet Lilienthalring durch Continental, die Erteilung der Baugenehmigung seitens der Stadt Anklam sowie der Bau eines ersten Gebäudes. „Wir freuen uns sehr über die Zustimmung des Stadtrates für unsere langfristigen Projektpläne. Die nächsten Schritte für unser Projekt

Burkhardt Köller, Vorsitzender der Geschäftsführung Continental Reifen

Burkhardt Köller, Vorsitzender der Geschäftsführung Continental Reifen

Taraxagum Lab Anklam, die wir nun konsequent Schritt für Schritt umsetzen werden, sind jetzt klar definiert. Im Laufe der nächsten fünf Jahre wollen wir wie im August 2016 angekündigt 35 Millionen Euro investieren, um die Prozesse, die wir bisher nur im Labormaßstab etabliert haben, nach dem Motto ‚von Gramm über Kilo zu Tonnen‘ in einen Industriemaßstab zu transformieren“, sagte Burkhardt Köller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Continental Reifen Deutschland GmbH. „Da wir hierfür ein großes unternehmerisches Risiko tragen, begrüßen wir das Entgegenkommen der Stadt Anklam sehr, uns unser Wunschgrundstück für den symbolischen Betrag von einem Euro zu verkaufen.“

Standort- und Produktionsleiter stammen aus der Region

„Wir planen weiterhin, die Anzahl unserer Mitarbeiter am Taraxagum Lab-Standort in Anklam bis 2021 sukzessive auf über 20 zu steigern. Parallel wollen wir die in der Region genutzte Anbaufläche von derzeit 15 Hektar in Richtung 800 Hektar erhöhen, um den Ernteertrag auf einen Tonnenmaßstab zu vergrößern. Die Rekrutierung des neuen Standortleiters sowie eines Produktionsleiters, die beide gebürtig aus der Region Anklam stammen, belegt zudem, dass wir hier nicht nur hinsichtlich der verfügbaren Anbauflächen optimale Bedingungen haben“, ergänzte Dr. Andreas Topp, der bei Continental die Mischungs- und Prozessentwicklung sowie die Industrialisierung für Reifen verantwortet. „Unter der Voraussetzung, dass wir die nächsten Projektschritte wie geplant erfolgreich umsetzen können, blicken wir zusammen mit der Stadt Anklam zuversichtlich auf die Zukunft unseres Taraxagum Lab Anklam. Wir glauben auch, dass sich das große öffentliche Interesse für dieses Projekt aus den vergangenen Jahren in Zukunft fortsetzen wird.“

Continental, die Projektpartner Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und angewandte Oekologie IME, Außenstelle in Münster, das Julius Kühn-Institut in Quedlinburg und der Pflanzenzüchter Eskusa mit Sitz in Parkstätten haben in den vergangenen Jahren bereits drei Preise für das Taraxagum-Materialentwicklungs-Projekt erhalten, die dokumentieren, wie vielversprechend die Industrialisierung von Naturkautschuk aus Löwenzahnwurzeln auch aus Sicht von externen Experten beurteilt wird. Zuletzt wurde der Innovation Award 2016 der Internationalen Messe Automechanika dafür stellvertretend an Continental vergeben. 2015 hatten der Reifenhersteller und das Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und angewandte Oekologie IME bereits den renommierten Joseph-von-Fraunhofer-Preis erhalten und 2014 den GreenTec Award.

Alle Informationen rund um das Taraxagum-Projekt stehen unter www.taraxagum.de bereit.   cs

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