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Sechs der 20 von zunächst 52 sind „vorbildlich“ im AutoBild-Sommerreifentest

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Mit den besten Leistungen beim Bremsen auf trockener und nasser Fahrbahn hatte der „PremiumContact 6“ schon bei der Vorausscheidung zum diesjährigen Sommerreifentest von AutoBild aufwarten können. Nachdem das Magazin dafür aus zunächst 52 Kandidaten der Größe 225/50 R17 diejenigen Finalrundenteilnehmer ausgesiebt hatte, die mit den in Summe kürzesten Anhaltewegen aus 100 respektive 80 km/h bei Trockenheit und Nässe aufwarten konnten, mussten sich die verbliebenen Modelle danach aber freilich ebenso noch hinsichtlich ihrer sonstigen Eigenschaften (Aquaplaningsicherheit, Handling, Rollwiderstand, Laufleistung, Geräusch etc.) beweisen. Und jetzt kann sich Continental sich auch insgesamt über den Testsieg seines neuesten Modells für die wärmeren Monate des Jahres freuen. Da das Blatt Spreu und Weizen schon vorher grob gesiebt hat, verwundert nicht, dass von den letztlich verbliebenen Endrundenteilnehmern nur einer „nicht empfehlenswert“ abschneidet, während auf der anderen Seite inklusive des Testsiegers aus dem Hause Conti gleich sechs von ihnen die höchste Bewertung „vorbildlich“ einheimsen.

Dem „PremiumContact 6“ werden die „besten Fahrqualitäten auf nasser und trockener Piste, dynamische Handlingeigenschaften mit präzisem Einlenkverhalten, kurze Nass- und Trockenbremswege, überlegene Kilometerleistung“ attestiert. Deswegen wird er zugleich zum „Eco-Meister“ gekürt. Als einziger Kritikpunkt werden seine hohen Anschaffungskosten genannt. Hinter ihm kommen als gemeinsame Zweite Dunlops „Sport Maxx RT2“, Falkens „Azenis FK510“ und Pirellis „Cinturato P7 Blue“ ins Ziel. Alle Drei haben sich demnach ähnlich ausgewogen wie das Conti-Modell präsentiert, aber ihnen werden einerseits (leichte) Schwächen im Kapitel Rollwiderstand (Dunlop/Falken) bzw. in Bezug auf die Aquaplaningqualitäten (Pirelli) angekreidet. Letzteres gibt ebenso für Hankooks „Ventus Prime³“ als Nächstem hinter dem „Cinturato P7 Blue“. Dafür werden dem Reifen des koreanischen Herstellers ausgewogene Handlingqualitäten und eine gute Verzögerung auf nasser und trockener Strecke sowie ein leises Vorbeifahrgeräusch, ein fairer Preis bzw. eine gute Wirtschaftlichkeit bescheinigt. Selbst wenn Fuldas „SportControl 2“ mit einer laut AutoBild lediglich durchschnittlichen Wirtschaftlichkeit aufwarten kann, so gehört er aufgrund seiner sonst soliden Leistungen trotzdem noch zu den Sechsen, die von den Testern in Summe als „vorbildlich“ bezeichnet werden.

„Gut“ schneiden zwei der 20 Endrundenteilnehmer des aktuellen Produktvergleiches ab: Bridgestones „Turanza T001 Evo“ und Goodyears „Eagle F1 Asymmetric 3“. Ersterem werden seine „geringe Kilometerleistung“ als Malus angekreidet, während bei dem anderen Reifen offenbar sein „befriedigendes Preis-Laufleistungs-Verhältnis“ Anlass zur Kritik geboten hat. Als Stärken der beiden werden demgegenüber überzeugende Leistungen „mit dynamischem Handlingverhalten auf nasser Piste“ und ein ausgewogenes Fahrverhalten mit präzisem Einlenkverhalten auf trockener Piste sowie gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning (Bridgestone) respektive Ausgewogenheit mit „sicheren Fahreigenschaften auf nasser und trockener Fahrbahn, gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning, kurze Bremswege auf trockener Piste“ (Goodyear) herausgestellt. Dahinter folgt ein breites Mittelfeld von Reifen, die AutoBild als „befriedigend“ einstuft angefangen bei Michelins „Primacy 3“ und Uniroyals „RainSport 3“ über Vredesteins „Ultrac Satin“, Savas „Intensa UHP 2“, Toyos „Proxes Sport“, den „Premitra HP5“ von Maxxis und Avons „ZV7“ bis hin zu Nokians „zLine“, Coopers „Zeon CS8“ sowie dem „Nova Force“ der Marke Leao. „Der Reifen des chinesischen Herstellers Leao überraschte mit kurzen Bremswegen und niedrigem Preis“, schreibt das Blatt. Zugleich hat man festgestellt, dass dieses Profil nach den Tests im Herbst vergangenen Jahres im Markt „kaum noch zu finden“ und offensichtlich „ausverkauft“ sei.

„Schade“ finden die Tester das angesichts der von ihm gezeigten Leistungen. Gleichwohl zählt AutoBild weit mehr Schwächen als Stärken für diesen Reifen auf: „Verzögertes Einlenkverhalten und eingeschränktes Gripniveau auf nasser und trockener Piste, geringe Laufleistung“ stehen auf der Habenseite letztlich nur ein günstiger Preis und ein leises Abrollgeräusch gegenüber. Trotzdem hat er seine Sache in dem Produktvergleich etwas besser gemacht als Yokohamas „Advan Fleva V701“, der einen Platz hinter im rangiert und damit Vorletzter unter den 20 Modelle zählenden Endrundenteilnehmern ist. Ihm wird einerseits zwar eine „gute Verzögerung auf trockener Piste“ attestiert, andererseits aber eingeschränkte Aquaplaningeigenschaften, ein verzögertes Lenkansprechen und niedriges Gripniveau bei Nässe. Daraus resultiert in Summe letztlich das Urteil „bedingt empfehlenswert“. Die tote Laterne beim diesjährigen Finale des AutoBild-Sommerreifentests hält jedoch Kumhos „Ecsta HS51“, der dabei – eingestuft als „nicht empfehlenswert“– auf dem 20. und damit letzten Platz landet. Als Grund dafür zählen die Tester ein verzögertes Einlenkverhalten und seine untersteuernden Handlingqualitäten auf nasser und trockener Piste ebenso auf wie die „geringste Laufleistung“ aller 20 Kandidaten. Zumindest mit sicheren Aquaplaningeigenschaften soll der Reifen jedoch aufwarten können. christian.marx@reifenpresse.de

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