Eine Neuregelung bezüglich der Profiltiefe von Winterreifen ist unnötig

Mittwoch, 8. Februar 2017 | 0 Kommentare
 
Reifenmontagen könnten bei neuer Rechtslage häufiger werden. Foto: ADAC / Wolfgang Grube
Reifenmontagen könnten bei neuer Rechtslage häufiger werden. Foto: ADAC / Wolfgang Grube

Der Bundesrat diskutiert, die geltenden Vorschriften für die Mindestprofiltiefe zu verschärfen. Demnach sollen Winterreifen künftig mindestens drei Millimeter Profil aufweisen. „Dabei reicht die bestehende Regelung völlig aus. Die Initiative ist weder sinnvoll noch zielführend“, so der ADAC auf seiner Internetseite.

„Viele Autofahrer folgen unserer Empfehlung und tauschen bereits heute ihre abgefahrenen Winterreifen ab einer Profiltiefe von vier Millimetern gegen neue Modelle – obwohl eine gesetzliche Umtauschpflicht erst ab 1,6 Millimetern besteht. Das zeugt vom Verantwortungsbewusstsein der Besitzer. Eine Neuregelung der jetzigen Verordnung ist aus unserer Sicht deshalb nicht erforderlich und würde nur die Autohaltung verteuern“, sagt Thomas Burkhardt, ADAC Vizepräsident für Technik.

Der ADAC geht davon aus, dass Winterreifen mit weniger als drei Millimeter Restprofiltiefe infolge der dann neuen Rechtslage verstärkt auch in den Sommermonaten „abgefahren“ werden könnten – bis hin zur gültigen Verschleißgrenze von 1,6 Millimetern. „Das wiederum könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben, da Winterreifen bei sommerlichen Straßenverhältnissen im Vergleich zu Sommerreifen in Tests deutlich schlechter abschneiden“, heißt es beim ADAC. cs

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Kategorie: Markt

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