Continental baut Greenfield-Fabrik in Thailand für APAC-Märkte

Mittwoch, 25. Januar 2017 | 0 Kommentare
 
Noch im Laufe dieses Jahres sollen die Bauarbeiten zur Errichtung der neuen Continental-Greenfield-Fabrik in Thailand beginnen, die dann ab 2019 schrittweise in Betrieb genommen werden soll
Noch im Laufe dieses Jahres sollen die Bauarbeiten zur Errichtung der neuen Continental-Greenfield-Fabrik in Thailand beginnen, die dann ab 2019 schrittweise in Betrieb genommen werden soll

Continental will in Thailand ein neues Pkw-Reifenwerk bauen und hat dazu jetzt einen Standort in der Provinz Rayong gewählt. Wie der deutsche Automobilzulieferer und Reifenhersteller mitteilt, sollen dort in der Asien-Pazifik-Region (APAC) in einer ersten Bauphase bis 2022 rund 250 Millionen Euro investiert werden. Nach Aufnahme der Produktion 2019 sollen im Laufe der drei folgenden Jahre die Kapazitäten des Greenfield-Werkes auf bis zu vier Millionen Pkw- und LLkw-Reifen ausgeweitet werden; es entstehen rund 900 Arbeitsplätze. Diese Investition sei „ein wesentlicher Teil der langfristigen Wachstumsstrategie ‚Vision 2025’ der Reifendivision von Continental, die zum Ziel hat, die weltweite Produktionspräsenz des Unternehmens zu erweitern und auszubalancieren, um Kunden in allen Regionen optimal bedienen zu können“, so der Hersteller weiter.

„Die Investition in Thailand ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Realisierung der ehrgeizigen Wachstumspläne im Rahmen unserer ‚Vision 2025’, denn wir verbessern hierdurch weiter die Balance unserer weltweiten Produktionspräsenz und stärken unsere Position als einer der technologisch führenden Reifenhersteller weltweit. Eine wichtige Säule unserer langfristigen Strategie ist eine agile und flexible Aufstellung, die es uns ermöglicht, auf die Marktanforderungen schnell zu reagieren, weitere Produktionskapazitäten in der Wachstumsregion APAC zu errichten und unsere Wachstumspläne für diese Region mit Hightech-Produktionskapazitäten wirksam zu unterstützen“, erläuterte Nikolai Setzer, Mitglied des Vorstands von Continental und Leiter des Konzerneinkaufs sowie der Division Reifen, die Entscheidung.

Laut Philipp von Hirschheydt, Leiter der Geschäftseinheit Pkw-Reifen-Ersatzgeschäft APAC, werde die Präsenz Continentals sowohl auf dem thailändischen Markt als auch in der übrigen APAC-Region insgesamt gestärkt

Laut Philipp von Hirschheydt, Leiter der Geschäftseinheit Pkw-Reifen-Ersatzgeschäft APAC, werde die Präsenz Continentals sowohl auf dem thailändischen Markt als auch in der übrigen APAC-Region insgesamt gestärkt

„Mit der Entscheidung, unser neues Reifenwerk in Thailand zu bauen, stärken wir unsere Präsenz sowohl auf dem thailändischen Markt als auch in der übrigen APAC-Region. Dieses Werk wird unser geplantes Geschäftswachstum im Erstausrüstungs- wie auch im Ersatzgeschäft für Reifen im Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge wirksam unterstützen und helfen, unsere Kundenbeziehungen in beiden Bereichen weiter zu festigen. Wir wollen vom Wachstumspotenzial im Ersatzmarkt in dieser Region profitieren und sind davon überzeugt, dass unsere Produktion vor Ort auch eine engere Zusammenarbeit mit neuen Kunden ermöglichen wird, um unsere Position in diesen Märkten weiter auszubauen“, so Philipp von Hirschheydt, Leiter der Geschäftseinheit Pkw-Reifen-Ersatzgeschäft APAC.

„Der Prozess der Standortwahl ist äußerst komplex, denn wir müssen nicht nur die Nähe zu den Märkten und unseren Kunden sowie verschiedene Infrastrukturelemente berücksichtigen, sondern wir müssen auch das verfügbare Personal und die Ausbildungseinrichtungen im Blick haben, damit wir optimal qualifizierte Mitarbeiter rekrutieren können. Die thailändische Regierung und mehrere lokale Institutionen haben uns während des gesamten Prozesses der Standortwahl umfassend unterstützt, wofür wir unsere aufrichtige Wertschätzung ausdrücken möchten. Jetzt freuen wir uns auf eine gewinnbringende und erfolgreiche langfristige Zusammenarbeit“, ergänzte Projektleiter Michael Enger.

Michael Egner leitet das Bauprojekt in Thailand für Continental

Michael Egner leitet das Bauprojekt in Thailand für Continental

Der Standort für das neue Reifenwerk von Continental auf einem unbebauten Gelände in der Provinz Rayong erfülle dem Hersteller zufolge alle Anforderungen. „Er liegt in der Nähe der Zielmärkte und Kunden, bietet eine gute Infrastruktur mit nur 140 Kilometern Entfernung nach Bangkok, verfügt über einen Tiefseehafen im 60 Kilometer entfernten Laem Chabang und profitiert von nahe gelegenen Universitäten mit technischem Profil.“ Der Standort hat eine Fläche von circa 750.000 Quadratmeter und ist damit für eine potenzielle Expansion auf eine Kapazität von bis zu 25 Millionen Reifen pro Jahr geeignet. Continental rechnet mit dem Baubeginn und dem ersten Spatenstich noch im Laufe dieses Jahres.

Seit 1999 hat Continental fünf Greenfield-Reifenwerke (also auf zuvor unbebautem Gelände) in Betrieb genommen, nämlich in Timişoara (Rumänien), Camaçari (Brasilien), Hefei (China), Kaluga (Russland) und Sumter (USA). Zusammen mit der Neuansiedlung eines Werkes für Nutzfahrzeugreifen in Clinton im US-Bundesstaat Mississippi wird sich mit diesem Projekt in Rayong (Thailand) die weltweite Produktionspräsenz von Continental auf 21 Reifenwerke in 17 Ländern erhöhen.

In der APAC-Region betreibt Continental derzeit fünf Reifenwerke: Hefei (Anhui/China), Alor Setar (Malaysia), Petaling Jaya (Malaysia), Modipuram (Uttar Pradesh/Indien) und Kalutara (Sri Lanka). Seit dem Start der „Vision 2025“ hat die Continental-Reifendivision mehr als drei Milliarden Euro investiert, um sowohl ihre Produktionsstandorte als auch ihre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen weltweit weiter auszubauen. 2016 hat Continental weltweit insgesamt mehr als 150 Millionen Pkw- und Lkw-Reifen produziert. ab

 

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Kategorie: Markt, Produkte

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