Runderneuerungsstudie sieht „Kreislaufwirtschaft von Reifen in Gefahr“

Freitag, 20. Januar 2017 | 0 Kommentare
 
Eine 28-seitige Runderneuerungsstudie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young et Associés ist jetzt auch auf Deutsch erschienen; die Autoren beschreiben darin den „sozio-ökonomische Einfluss der Runderneuerung von Lkw-Reifen in Europa“
Eine 28-seitige Runderneuerungsstudie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young et Associés ist jetzt auch auf Deutsch erschienen; die Autoren beschreiben darin den „sozio-ökonomische Einfluss der Runderneuerung von Lkw-Reifen in Europa“

Ernst & Young et Associés haben im vergangenen Oktober in Zusammenarbeit mit Vertretern der Runderneuerungsindustrie eine Studie mit dem Titel „Der sozio-ökonomische Einfluss der Runderneuerung von Lkw-Reifen in Europa – Kreislaufwirtschaft von Reifen in Gefahr“ veröffentlicht, die nunmehr auch in deutscher Sprache vorliegt und beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) online in dessen Download-Bereich der Website zu beziehen ist. Die 28-seitige Studie „ergänzt in geradezu idealer Art und Weise unsere nationalen Aktivitäten im Rahme der Kampagne ‚Deutschland runderneuert’. Nutzen also auch Sie – nicht nur als Runderneuerungsbetrieb, sondern auch als professioneller und verantwortungsbewusster Lkw-Reifenvermarkter – diese Unterlage in Ihrem eigenen Unternehmen und im Dialog mit Ihren Kunden, Investoren und der Zivilgesellschaft in Ihrem Marktgebiet“, empfiehlt der Verband.

Zweck der durch die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young et Associés in Zusammenarbeit mit Vertretern der Runderneuerungsindustrie erstellten Studie sei es, „öffentlichen und privaten Interessenvertretern ein quantifiziertes Verständnis für die sozio-ökonomischen und umweltbedingten Probleme für Europa zu vermitteln, die durch die jüngsten Entwicklungen in dieser Industrie entstehen“, schreibt der Verband weiter in seiner Mitteilung. Beispielsweise stelle die Runderneuerung heute über 19.000 direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze in den fünf großen EU-Ländern Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien und Frankreich, während seit 2010 immerhin bereits 3.200 Arbeitsplätze verloren gegangen seien, „ein Trend, der sich wahrscheinlich beschleunigen wird, sollte die aktuelle Situation bestehen bleiben“, so der BRV weiter.

Als Hauptkonkurrent der Runderneuerung heute werden landläufig preisgünstige und aus Asien importierte nicht runderneuerbare Reifen gesehen. Obwohl runderneuerte Reifen in Bezug auf Laufleistung und Kosten pro Kilometer konkurrenzfähig seien, so der BRV weiter, tendierten kostensensible Kunden mit Budgetbeschränkung verstärkt zu solchen nicht runderneuerbaren Low-End-Reifen. Der Runderneuerungsmarkt in den fünf großen EU-Märkten sei auf diese seit 2010 um 20 Prozent zurückgegangen. ab

 

Schlagwörter: , , ,

Kategorie: Markt, Runderneuerung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *