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Der Absatz von ATG wächst gegen den Markttrend 

Die Alliance Tire Group ist Spezialist für die Herstellung von Off-Highway-Reifen. Seit Kurzem gehört der israelisch-indische Reifenhersteller zur Yokohama Rubber Company. Mehr als 2.600 verschiedene Profile hat das Unternehmen weltweit im Programm. Jährlich kämen 100 neue Reifen aus den Bereichen Forst-, Landwirtschaft- und Bausegment dazu. Der Umsatz habe im vergangenen Jahr 550 Millionen US-Dollar betragen. Peter Baur, Präsident von ATG Europe: „Wir brauchen die volle Range, um zu wachsen. Unser Ziel ist es, unsere Umsätze in Volumentonnen zwischen 2016 und 2020 zu verdoppeln. Im ersten Halbjahr 2016 haben wir ein zweistelliges Wachstum in Europa erzielt. Dies wollen wir auch im zweiten Halbjahr.“

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Die Schwierigkeit dabei: Generell sei der Markt für Landwirtschaftsreifen schlecht. Seit Jahren gäbe es hier nur negatives Wachstum, gerade im OE-Geschäft. Baur: „Kein Wunder. Den Landwirten geht es schlecht und da reparieren sie lieber, als neu zu kaufen. Aber: Auch wenn der Markt uns momentan nicht unterstützt, wir müssen das ignorieren und trotzdem verkaufen.“ Und der Manager ist guter Hoffnung: „Die Weltbevölkerung wächst und braucht Essen und damit brauchen Landwirte dann auch vermehrt Reifen.“

Stolz ist Baur darauf, dass auch bei einem Absatzrückgang der Landwirtschaftsreifen in Europa, der Marktanteil von ATG gewachsen ist. „Wir lösen uns damit vom Markt“, so der gebürtige Schweizer. Als die wichtigsten Erfolgsfaktoren nennt er das umfassende Distributionsnetz in ganz Europa. ATG arbeite mit über 90 Distributoren in 40 Ländern. Diese seien über ganz Europa in mehr als 150 Standorten verteilt und hätten eine überdachte Gesamtlagerfläche von 775.000 Quadratmetern. Mit vielen würde es schon eine jahrzehntelange Zusammenarbeit geben. Zwei Pufferlager für OEM-Bedürfnisse stehen in Italien und den Niederlanden. 20 Mitarbeiter arbeiten in der europäischen Zentrale in Amsterdam. 30 Mitarbeiter sind im Außendienst unterwegs, „sie unterstützen unseren lokalen Partner in den Ländern“.

Produziert werden die Reifen in Indien und Israel. Die Reifenfabrik in Israel wurde 1950 gegründet. In Hadera werden 42.000 Jahrestonnen produziert, 700 Mitarbeiter arbeiten in dem Werk. Im indischen Tirunelveli werden seit 2009 von 2700 Mitarbeitern rund 100.000 Jahrestonnen produziert und im indischen Dahej seit 2015 mit mittlerweile 1.000 Mitarbeitern rund 57.000 Jahrestonnen. Die Tendenz hier: steigend.  45 Prozent des Umsatzes mache ATG in Europa, 40 Prozent in den USA (hier gibt es auch fünf Lagerhäuser und eine Zentrale in der Nähe von Boston) und fünf Prozent im Rest der Welt. christine.schoenfeld@reifenpresse.de

 

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