Milliardenprojekt: Bauarbeiten für Continental-Lkw-Reifenwerk in USA beginnen

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Continental hat gestern den ersten Spatenstich am Standort seines neuen Reifenwerks nahe Clinton (Mississippi/USA) gefeiert. Die Zeremonie, bei der kommunale und bundesstaatliche Regierungsvertreter anwesend waren, markierte den Beginn der Bauarbeiten, die im Jahr 2019 abgeschlossen sein sollen. Der deutsche Automobilzulieferer und Reifenhersteller hat eine langfristige Investition im Gesamtwert von rund 1,4 Milliarden US-Dollar und die Schaffung von 2.500 Arbeitsplätzen zugesagt, sobald das Werk im nächsten Jahrzehnt seine volle Kapazität erreicht. Die neue Produktionsstätte wird auf einem unbebauten Gelände nahe der Stadt Clinton errichtet, die 32 Kilometer von Jackson, der Hauptstadt von Mississippi, entfernt liegt. Nach Continental-Planung soll der Bau des eigentliches Werkes erst 2018 erfolgen. Das Gelände eigne sich mit seiner Größe von 400 Hektar und aufgrund seiner Lage gut für den Aufbau eines schrittweise wachsenden Reifenwerks, ist man in Hannover überzeugt. Die Serienproduktion von Nutzfahrzeugreifen soll Ende 2019 anlaufen.

„Der Bau dieses neuen Werks in Mississippi ist ein wichtiger Bestandteil der ‚Vision 2025’, der Wachstumsstrategie der Reifendivision von Continental“, so Nikolai Setzer, Mitglied des Vorstandes von Continental und Leiter der Division Reifen. „Das ist seit über zehn Jahren weltweit das erste neue Werk für das Lkw- und Busreifengeschäft.“

Nikolai Setzer, Vorstandsmitglied von Continental und Leiter der Division Reifen, und Phil Bryant, Gouverneur von Mississippi, bringen die Bauarbeiten für das rund 1,4 Milliarden Dollar teure Projekt offiziell auf den Weg

Nikolai Setzer, Vorstandsmitglied von Continental und Leiter der Division Reifen, und Phil Bryant, Gouverneur von Mississippi, bringen die Bauarbeiten für das rund 1,4 Milliarden Dollar teure Projekt offiziell auf den Weg

Mit dieser Investition führt Continental die Umsetzung seines ehrgeizigen Wachstumsplans im Bereich Nutzfahrzeugreifen fort. Dr. Andreas Esser, Executive Vice President und Leiter des Geschäftsbereichs Nutzfahrzeugreifen, erläuterte die Gründe für den Bau dieser neuen Produktionsstätte: „Mit diesem neuen Werk sind wir näher am Kunden. Auch vor Clinton gab es bereits große Investitionsprojekte, wir haben aber noch nie so viel investiert wie hier. Dass wir dazu in der Lage sind, verdanken wir dem Erfolg unseres Geschäftsbereichs und der engagierten und erfolgreichen Arbeit unserer Mitarbeiter in Nord- und Südamerika sowie weltweit.“

Paul Williams, Executive Vice President von Continental Nutzfahrzeugreifen in Nord- und Südamerika, sagte: „Der Bau des neuen Werks ist ein wichtiger Schritt in Richtung unseres Ziels, unser Nutzfahrzeugreifengeschäft in Nordamerika auszubauen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit den kommunalen und bundesstaatlichen Behörden sowie unseren Lieferanten. Mit dem neuen Werk haben wir das optimale Umfeld, um unsere Kunden in Nord- und Südamerika noch besser zu unterstützen.“

Der Bereich Nutzfahrzeugreifen von Continental konnte in den vergangenen fünf Jahren im Marktvergleich ein beständig überdurchschnittliches Wachstum verzeichnen, so der Hersteller. Das Unternehmen sieht weiterhin eine Kundennachfrage nach den Produkten, sowohl bei neuen als auch runderneuerten Lkw- und Busreifen, welche die bestehenden Kapazitäten des Konzerns übersteigt.

Neben der geplanten Investition in Mississippi hat Continental im vergangenen Jahrzehnt fast 2,5 Milliarden US-Dollar in Fertigung, Technologie, Produktionsstätten und Produktentwicklung in Nord- und Südamerika investiert. Zu den weiteren großen Investitionsprojekten für Nutzfahrzeugreifen weltweit gehören die angekündigten Erweiterungen der Werke in Lousado (fast 50 Millionen Euro) in diesem Jahr sowie in Púchov (100 Millionen Euro), Otrokovice (etwa 165 Millionen Euro) und Mt. Vernon (circa 70 Millionen Euro) im Jahr 2013. ab

 

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