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VDO-Tipps zum Umgang mit RDKS-Sensoren

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Laut der Continental AG, die unter dem Markennamen VDO bekanntlich auch Ersatzteile aus den Bereichen Mechatronik und Elektronik führt, stellt die zunehmende Ausstattung von Pkw mit Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) Werkstätten vor neue Herausforderungen. Deswegen gibt das Unternehmen, zu dessen Portfolio im Ersatzteilgeschäft neben modellspezifischen Originalsensoren zusätzlich noch VDOs sogenannte REDI-Sensoren für direkt messende RDKS gehören, Reifenservicebetrieben praktische Tipps an die Hand, die ihnen den Alltag erleichtern sollen. cm

„Vor der Montage muss die Werkstatt sicherstellen, dass der Reifendruckkontrollsensor mit der Felge kompatibel ist. Nur dann kann er korrekt und sicher verbaut werden“, fällt Christoph-Emanuel Zinke, Produktmanager Tire Pressure Monitoring Systems (TPMS) im Aftermarket bei Continental, diesbezüglich als Erstes ein. Wenn zum Beispiel das Felgenlochmaß nicht zu dem Design des Sensordichtrings und der Überwurfmutter passe, könne es zu Undichtigkeiten kommen. Zinke rät Verkäufern und Werkstatttechnikern daher, vor einer Montage die Kompatibilität mit einem Sensor unbedingt bei den Felgenherstellern abzufragen, die in der Regel entsprechende Listen führen bzw. diese den Werkstätten zur Verfügung stellen. In diesem Zusammenhang betont das Unternehmen, dass seine die Größe etwa eines 50-Cent-Stückes aufweisenden und vorprogrammiert ausgelieferten REDI-Sensoren nicht mit dem Ventil an der Felge verbunden sind. Sie sitzen stattdessen in einem Gummicontainer, der in die Innenlauffläche des Reifens geklebt wird, weshalb sie – sagt Zinke – „mit jeder beliebigen Felge kombinierbar“ seien. „Er ist im Reifeninnern zudem besser vor mechanischen Beschädigungen geschützt“, ergänzt er.

VDOs die Größe etwa eines 50-Cent-Stückes aufweisenden und vorprogrammiert ausgelieferten REDI-Sensoren sind nicht mit dem Ventil an der Felge verbunden, sondern sitzen in einem Gummicontainer, der in die Innenlauffläche des Reifens geklebt wird

VDOs die Größe etwa eines 50-Cent-Stückes aufweisenden und vorprogrammiert ausgelieferten REDI-Sensoren sind nicht mit dem Ventil an der Felge verbunden, sondern sitzen in einem Gummicontainer, der in die Innenlauffläche des Reifens geklebt wird

Ein weiterer Tipp lautet, nur Ersatzteile in OE-Qualität zu verbauen. „Bei Komponenten, die nach Standards von Fahrzeugherstellern gefertigt wurden, stimmt einfach die Qualität“, argumentiert Zinke unter Verweis beispielsweise auf Dinge wie die Korrosionsbeständigkeit „Außerdem ist die Passgenauigkeit von Komponenten in OE-Qualität einfach perfekt“, so der Produktmanager weiter. Nachgebaute Teile könnten im Design aber minimal abweichen, was bei den bei hohen Geschwindigkeiten auf einen Sensor einwirkenden Kräften letztlich zu Beschädigungen führen könnte, wenn etwas nicht optimal passt. Selbstverständlich sollte außerdem sein, dass Reifenservicebetriebe für den Fall der Fälle die wichtigsten Sensoren griffbereit am Lager haben, um schnell reagieren und so für zufriedene Kunden sorgen zu können. Um zu wissen, von welchen Sensoren stets mindestens vier Stück im Regal liegen sollten, sollten zudem entsprechende Herstellerlisten konsultiert werden. „Als Hersteller haben wir einen guten Überblick darüber, welche Sensoren besonders häufig benötigt werden. Die Listen erleichtern den Werkstätten die Auswahl und den Service“, betont Zinke.

Vor einer Montage sollten Werkstatttechniker, die mit dem Sensortyp noch nicht umfänglich vertraut sind, unbedingt die Montageanleitung des Herstellers lesen, rät er. „Bei Sensoren von Continental liegt die Montageanleitung immer mit dabei“, sagt Zinke. Sie fasse alle wichtigen Informationen zum korrekten Einbau des Gerätes kompakt auf einer Seite zusammen. „Bei unserem VDO-Sensor ‚TG1D’ zum Beispiel ist es wichtig, das Gummiventil zunächst korrekt durch das Felgenloch zu ziehen. Erst danach wird der Sensorkörper auf den Metallpin des Gummiventils aufgeschoben und eingeklipst“, erklärt er. Damit der „TG1D“ korrekt montiert wird, liefert Conti Ventil und Sensorkörper bei diesem Typ immer demontiert in der Verpackung. Bei der Montage anderer Sensoren gilt es wiederum, andere Hinweise zu beachten. „Bei Schrauberventilvensoren, sogenannten Clamp-in-Modellen, müssen Werkstatttechniker zum Beispiel unbedingt einen Ventilschrauber mit Drehmomentbegrenzung verwenden“, erklärt der Produktmanager. Denn ein Überdrehen beschädigt das Ventil und die Überwurfmutter.

Da jedes Fahrzeug mit einer anderen Elektronik ausgestattet ist, kann der Anlernvorgang von RDKS-Sensoren von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich sein. „Werkstatttechniker müssen die Vorgaben der Hersteller befolgen. Ein Servicegerät wie ‚TPMS Pro’ von VDO entlastet den Techniker dabei enorm, denn es führt ihn sicher durch den Anlernvorgang“, weiß Zinke. Das Gerät verfügt demnach über eine OBD-II-Schnittstelle, über die Reifendruckkontrollsensoren an die Fahrzeugelektronik angelernt werden können. Auch der RDKS-Fehlerspeicher lasse sich damit auslesen und löschen. Darüber hinaus enthält das „TPMS Pro“ eine Datenbank mit Informationen über Reifendruckkontrollsensoren wie Ersatzteilnummern oder Drehmomente. Für die Reinigung von Rädern mit RDKS-Sensoren vor ihrer Einlagerung gilt laut Conti/VDO zudem Folgendes: Es sollten nur Reinigungsmittel mit einem pH-Wert von vier bis neun verwendet werden. „Mittel mit einem zu hohen Säure- oder Basengehalt greifen das Material der Sensoren an. Das kann die Sensoren beschädigen und nach kürzester Zeit für unangenehme Überraschungen bei den Kunden sorgen“, so Zinke.

Nicht zu vergessen ist bei alldem auch das Thema Weiterbildung im Bereich RDKS. „Sich regelmäßig fortzubilden ist für Werkstätten ein Muss, damit sie ihre Kunden auch im Bereich RDKS sehr gut beraten und das Umsatzpotenzial voll ausschöpfen können“, meint Zinke. Continental selbst bietet dazu Trainings mit aktuell drei Modulen zu RDKS an. Für ihn ein wichtiger Baustein des von dem Zulieferer angebotenen Gesamtpaketes diesbezüglich. „Bei der Wahl des Herstellers von RDKS-Sensoren sollten Werkstätten nicht nur nach dem Preis gehen“, empfiehlt Zinke. Wichtig sei auch der Service, der rund um das Produkt angeboten wird. Und der könne sehr unterschiedlich ausfallen. „Eine Servicehotline, wie VDO sie eingerichtet hat, gibt Werkstätten die benötigte Sicherheit“, ergänzt Zinke. Dort stünden Experten für alle Fragen rund um Sensoren, RDKS-Servicegeräte, Spezialwerkzeuge oder Arbeitsschritte im Zusammenhang mit RDKS zur Verfügung. Die VDO-Servicehotline ist unter der Rufnummer 01805/221242 werktags von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr erreichbar. cm

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