Reifenhandel bei Labelingkontrolle unterdurchschnittlich auffällig

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Im Rahmen einer von Baden-Württemberg koordinierten konzertierten Aktion haben die Marktüberwachungsbehörden der Länder im Zeitraum vom 19. bis 23. September in ganz Deutschland die Händlerpflichten zum sogenannten Energielabel überprüft. Dabei wurde insgesamt gut 1.040 Betrieben verschiedenster Branchen ein Besuch abgestattet – darunter auch 76 Reifenhändlern. Während es beispielsweise in Elektrofachmärkten um eine korrekte Auszeichnung solcher Produkte wie Lampen/Leuchten oder von Haushaltgeräten (Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler etc.) ging, stand beim Reifenhandel freilich das sogenannte Reifenlabel im Fokus, mit dem die schwarzen Rundlinge seit 2012 hinsichtlich Rollwiderstand (und damit Energieeffizienz), Nasshaftung sowie Geräuschemission zu kennzeichnen sind.

Kam es bei insgesamt 516 und insofern ziemlich genau der Hälfte aller überprüften Handelsbetriebe (49,6 Prozent) zu Beanstandungen, fiel die Quote im Reifenhandel mit „nur“ 34,2 Prozent unterdurchschnittlich und damit besser aus als dieser Mittelwert. Noch positiver sind nur SB-Warenhäuser (30,8 Prozent) und vor allem Autohäuser in Sachen Pkw-Label (20,0 Prozent) aufgefallen. Dabei gilt freilich zu berücksichtigen, dass nicht die korrekte Einstufung der jeweiligen Produkte selbst überprüft wurde, sondern nur, ob die ausgestellte Ware für den Kunden erkennbar gelabelt ist. Bezogen auf die Zahl der bei den Überprüfungen beanstandeten „Geräte“ ist die Mängelquote über alle Branchen hinweg geringer, zumal die Prüfer hier über 114.900 in den jeweiligen Verkaufsräumen oder Onlineshops ausgestellte Einzelprodukte unter die Lupe genommen haben. Für Reifen wird hinsichtlich des Energielabels hierbei eine Beanstandungsquote von 6,8 Prozent genannt.

Dieser Wert markiert ziemlich genau den Durchschnitt mit Blick auf den branchenübergreifenden Anteil von 6,6 Prozent beanstandeter „Geräte“, was in absoluten Zahlen insgesamt gut 7.500 Beanstandungen einzelner Produkte entspricht. Die nach Meinung der Marktüberwachungsbehörden hohe Quote an Beanstandungen beruht ihrer Ansicht nach „auf der Vielzahl von unterschiedlichen Gerätemodellen, die die Händler im Angebot haben“. Demnach sollen aber 383 der insgesamt 516 in Deutschland beanstandeten Händler und damit 74 Prozent von ihnen die festgestellten Mängel umgehend und freiwillig behoben haben. „In den restlichen Fällen sind die Verfahren noch nicht abgeschlossen. Hierbei wird auch geprüft, ob ein Bußgeldverfahren gegen die Händler eingeleitet werden soll“, heißt es aus Baden-Württemberg. christian.marx@reifenpresse.de

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