Fast 900 Arbeitsplätze auf der Kippe – Goodyear schließt Reifenwerk Philippsburg

Montag, 24. Oktober 2016 | 2 Kommentare
 
Goodyear Dunlop will sich stärker auf Reifen in Größen ab 17 Zoll konzentrieren und deshalb sein Produktionswerk in Philippsburg schließen – nach Unternehmensangaben wäre damit der Verlust von ungefähr 890 Arbeitsplätzen verbunden
Goodyear Dunlop will sich stärker auf Reifen in Größen ab 17 Zoll konzentrieren und deshalb sein Produktionswerk in Philippsburg schließen – nach Unternehmensangaben wäre damit der Verlust von ungefähr 890 Arbeitsplätzen verbunden
Nach der Aufkündigung des sogenannten Standortsicherungspaktes für Deutschland seitens der Unternehmensführung im Frühjahr 2015 stand zu befürchten, dass früher oder später ein solcher Schritt folgen könnte, den Goodyear Dunlop Tires Germany jetzt ankündigt: Das Unternehmen plant, sein Reifenwerk in Philippsburg zu schließen. Dies im Einklang mit dem „strategischen Fokus“ des Konzerns, demzufolge einer wachsenden Nachfrage in den hochwertigen Segmenten des weltweiten Reifenmarktes Rechnung tragend entsprechend weniger in solche investiert werden soll, die geringes Wachstum aufweisen oder rückläufig sind. „Unsere Kunden möchten mehr von unseren Premiumreifen mit großen Zollgrößen in 17 Zoll und größer“, erklärt Jean-Claude Kihn, Goodyears Präsident für die EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten, Afrika). Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, wolle man weiterhin „sehr stark in die Entwicklung innovativer Produkte und Technologien“ investieren, aber gleichzeitig eben Überkapazitäten in Marktsegmenten abbauen, in denen das Angebot die Nachfrage übersteige und die daher weniger profitabel seien. „Das Vorhaben, unser Werk in Philippsburg zu schließen, ist eine schwere Wahl“, sagt Jürgen Titz, Vorsitzender der Geschäftsführung, Goodyear Dunlop Tires Deutschland/Österreich/Schweiz. Immerhin geht das Unternehmen davon aus, dass dadurch ungefähr 890 Arbeitsplätzen verloren gehen. cm

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Kategorie: Markt, Produkte

Kommentare (2)

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  1. Thorsten Kila sagt:

    Damit fällt die Wahrscheinlichkeit dass ich nochmal Goodyear-Reifen kaufe.

    Es sollte doch möglich sein das Werk so umzurüsten dass man 17″ und größer dort herstellen kann, ich halte diese Aussage daher für fadenscheinig.

    Mal will wohl wie Conti eher in Billigländern verlagern.

  2. Paule sagt:

    Die Schließung des Werks in Philippsburg ist ein Offenbahrungseid für das Missmanagement bei Goodyear. Und was für eine verlogene Stellungnahme!
    Wenn man 17 Zoll Reifen verkaufen kann, wird man die Maschinen umrüsten und investieren. In Wahrheit verkaufen sich die 17 Zoll Reifen der Goodyear so schlecht wie alle anderen Zollgrößen. Man hat sich von Hancook die Marktanteile wegschnappen lassen, weil man sie nicht ernst genommen hat.
    Hier wurde gepennt, und 900 Leute zahlen die Zeche.

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