Offenbar Ermittlungen gegen italienischen Onlinereifenhändler Euroimport

Mittwoch, 12. Oktober 2016 | 0 Kommentare
 
Dem italienischen Onlinereifenhändler Euroimport werden Unregelmäßigkeiten rund um die Abführung der Umsatzsteuer vorgeworfen, was ihn in die Lage versetze – so der weitere Vorwurf – Reifen online wesentlich günstigen anbieten zu können als andere Marktspieler in Italien
Dem italienischen Onlinereifenhändler Euroimport werden Unregelmäßigkeiten rund um die Abführung der Umsatzsteuer vorgeworfen, was ihn in die Lage versetze – so der weitere Vorwurf – Reifen online wesentlich günstigen anbieten zu können als andere Marktspieler in Italien

Nach Informationen unserer italienischen Kollegen von PneusNews ist der in dem Land ansässige Onlinereifenhändler Euroimport ins Fadenkreuz von Ermittlungen geraten, weil dem Anbieter Unregelmäßigkeiten rund um die Abführung der Umsatzsteuer vorgeworfen werden. Dies habe ihm ermöglicht, Reifen zu weit günstigeren Preisen über seine Plattform unter www.euroimportpneumatici.com anbieten zu können als andere Marktspieler in Italien, heißt es. In der Tat ergibt eine Recherche beispielsweise nach Contis neuem „WinterContact TS 860“ in der Standardgröße 205/55 R16 91H im B2C-Shop von Euroimport aktuell einen Preis von nicht ganz 81 Euro, während bei dem unter www.gommadiretto.it zu findenden italienischen Pendant zu Delticoms deutscher ReifenDirekt-Plattform derzeit ein Preis von runden 100 Euro aufgerufen wird. Auch für Michelins „Alpin 5“ ergibt sich in derselben Dimension ein vergleichbarer Unterschied zwischen den gut 84 Euro bei Euroimport und den ebenfalls etwa 100 Euro bei GommaDiretto, während die Differenz bei Goodyears „UltraGrip 9“ mit gut 76 Euro (Euroimport) und knapp 84 Euro (GommaDiretto) dann schon kleiner ausfällt. Ein „Beweis“ ist all dies freilich gleichwohl nicht, und vielleicht resultiert die Euroimport-Preispositionierung ja nur auf einem völlig legalen Kniff, auf den einfach nur noch niemand anders gekommen ist. Wie dem auch sei: Ob und gegebenenfalls was dran ist an den auch aus dem Markt zu hörenden Vorwürfen, Euroimport könne nur durch „Tricksereien“ rund um die Umsatzsteuer Reifen zu dem Vernehmen nach 15 bis 20 Prozent unter dem üblichen Vergleichsniveau liegenden Preisen verkaufen, wird sich demnach wohl demnächst zeigen. Denn schon bald sollen die Ergebnisse einer entsprechenden Untersuchung des Ganzen von offizieller Seite vorliegen. christian.marx@reifenpresse.de

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Kategorie: EDV & Online, Markt, Produkte

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