Werkstätten sollten Risiken durch Montage mitgebrachter Teile bedenken

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Die Initiative „Qualität ist Mehrwert“ rät Werkstätten zu bedenken, welche Sicherheitsrisiken das Verbauen von seitens Kunden mitgebrachter Ersatzteile mit sich bringen kann – auch im Hinblick auf spätere Haftungsfragen. Dies sollten die Betriebe auch den Verbrauchern vermitteln, gerade wenn es dabei etwa um günstig im Internet erworbene Artikel geht. „Zunächst gilt es, das Qualitäts- und Sicherheitsbewusstsein des Kunden zu schärfen. Wie auch bei Mode- und Luxusartikeln gibt es auf dem Autoersatzteilemarkt rücksichtslose Fälscher, die ‚Originalteile’ zu Schnäppchenpreisen anbieten“, wird zu bedenken gegeben. Ob ein über unbekannte Quellen im Internet bezogenes Teil aber tatsächlich zum Einbau im eigenen Pkw geeignet ist, sei für den Laien kaum zu beurteilen.

Zumal Hersteller- und Produktnummern keine ausreichende Sicherheit böten, weil sie falsch sein könnten. „Ganz generell handelt es sich bei diesen Produktfälschungen und Nachbauten um Artikel meist minderwertiger Material- und Verarbeitungsqualität, die die eigene Sicherheit und das Funktionieren des Fahrzeugs unter Umständen massiv gefährden. Wenn es zu Schwierigkeiten kommt, sind Onlinehändler und Hersteller solcher Teile nicht selten unauffindbar. Schon ein einfacher Umtausch kann sich da als schwierig erweisen, erst recht problematisch wird es bei Haftungsfragen im Schadensfall“, rät die Initiative vor diesem Hintergrund dazu, die Werkstatt nicht nur den fachgerechten Einbau von Markenersatzteilen vornehmen zu lassen, sondern eben auch deren Beschaffung.

Sollten sich Kunden dennoch nicht überzeugen lassen und auf den Einbau mitgebrachter Teile bestehen, müssten Werkstätten sie entweder abweisen oder wenigstens aktenkundig über die potenziellen Gefahren aufklären, die vom Einbau mangelhafter Ersatzteile ausgehen. Denn das Gesetz entlässt den Fachbetrieb nicht gänzlich aus der Pflicht, weshalb im Falle eines Falles unbedingt ein entsprechender Vermerk in den Vertragsunterlagen aufgenommen werden sollte. Formulierungsbeispiele dafür hält die Initiative „Qualität ist Mehrwert“ auf ihren Webseiten unter http://qualitaet-ist-mehrwert.de/aufgepasst/gewaehrleistungsansprueche-bei-mitgebrachten-ersatzteilen/ bereit. cm

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