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Maxion Wheels steigt ins Geschäft mit Leichtmetallrädern für Nutzfahrzeuge ein

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Der weltweit führende Räderhersteller Maxion Wheels präsentierte auf der IAA Nutzfahrzeuge das leichteste Stahlrad für Nutzfahrzeuge, das derzeit im Serienbereich angeboten wird. Das Gen34 genannte Rad wiegt in der Dimension 22,5×9,00 Zoll nur 34 Kilogramm und ist damit zwei Kilogramm leichter als sein Vorgängermodell. Ebenfalls feierte Maxion Wheels am IAA-Stand in Hannover mit seiner MaxSmart-Technologie die Präsentation des „branchenweit ersten intelligenten Stahlrades“ als Konzeptrad. Erstmals zeigte der Hersteller, der zur brasilianischen Iochpe-Maxion-Gruppe gehört, in Hannover außerdem ein Nutzfahrzeugrad, das im sogenannten Hybrid-Forging-Verfahren produziert wird. Damit steigt Maxion in das Geschäft mit Leichtmetallrädern für Nutzfahrzeuge ein, dem in Europa ein Marktanteil von 15 Prozent, in Nordamerika aber sogar von 50 Prozent zugetraut wird.

„Wir wissen, dass die CO2-Reduktion ein Hauptanliegen unserer OEM-Kunden ist: Alle europäischen Nutzfahrzeughersteller arbeiten daran, die anspruchsvollen Ziele der EU-Kommission zur Emissionsvermeidung zu erreichen“, sagt Pieter Klinkers, Chief Executive Officer von Maxion Wheels. „Die Gewichtsreduzierung ist eine der Schlüsselstrategien zur Emissionsreduktion, denn ein leichterer Lkw verbraucht weniger Treibstoff und erzeugt somit weniger Emissionen. Es war und ist stets unser Bestreben, im Markt eine führende Rolle einzunehmen und die leichtesten Stahlräder anbieten zu können. Mit einem Gewicht von nur 34 Kilogramm setzt Gen34 neue Maßstäbe.“

Im Moment noch ein Konzept, soll die MaxSmart-Technologie bereits im kommenden Jahr serienreif sein und dann kontinuierlich Informationen sammeln und übertragen

Im Moment noch ein Konzept, soll die MaxSmart-Technologie bereits im kommenden Jahr serienreif sein und dann kontinuierlich Informationen sammeln und übertragen

Durch ein ausgeklügeltes Raddesign und die gleichzeitige Nutzung seines weltweiten Fertigungs-Know-how ist es Maxion Wheels in den vergangenen Jahren gelungen, etliche Kilogramm Stahl pro Rad einzusparen, „ohne dabei Abstriche hinsichtlich Zuverlässigkeit und Haltbarkeit machen zu müssen“, so Klinkers weiter. So ließen sich mit dem neuen Gen34-Stahlrad pro Nutzfahrzeug 35 bis 40 Kilogramm Gewicht einsparen.

„Gen34 geht 2017 in Produktion und wir werden auch darüber hinaus intensiv daran arbeiten, weitere Gewichtseinsparungen zu erzielen und bis 2020 ein Rad mit etwa 30 Kilogramm Gewicht zu entwickeln“, erläutert Klinkers. 2018 dann soll von Maxion Wheels ein Stahlrad mit 33 Kilogramm Gewicht auf den Markt kommen.

Maxion Wheels präsentierte auf der IAA Nutzfahrzeuge außerdem das branchenweit erste intelligente Stahlrad. „Erstmals kombiniert Maxion Wheels bei der sogenannten MaxSmart-Technologie sein Stahlrad mit Sensoren. Diese erfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Räder- und Reifendaten wie Radlast, Luftdruck, Reifentemperatur sowie den festen Sitz des Rades an der Achse und stellen die Informationen dem Fahrer des Fahrzeugs sowie Flottenbetreibern zur Verfügung. In der Folge kann die Sicherheit bei Nutzfahrzeugen erhöht werden“, hieß es dazu am Maxion-Wheels-Stand in Hannover zu dem Konzeptrad.

„Sicherheit ist eines der großen Themen für die Nutzfahrzeugindustrie. Unser Ziel ist es, mit den zur Verfügung gestellten Daten Unfälle und teure Fahrzeugreparaturen von vorneherein zu vermeiden“, so CEO Klinkers weiter. „Die MaxSmart-Technologie nutzt dabei sogar die kinetische Energie, die vom Rad erzeugt wird, um die Sensoren mit Energie zu versorgen. Diese sammeln und übertragen kontinuierlich Informationen, die sowohl im Fahrzeug als auch über eine Cloud geladen werden und wichtige Hinweise geben können. Auf diese Weise ermöglicht Maxion Wheels intelligente Sicherheit, von der nicht nur Fahrer, sondern auch Flottenbetreiber profitieren.“ Die MaxSmart-Technologie durchläuft aktuell letzte Abschlusstests und soll 2017 serienreif sein, erklärte Marc Hendrickx, Vice President Sales & Marketing, im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG.

Einstieg in Schmiedetechnologie

Maxion Wheels zeigte auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover außerdem erstmals ein Nutzfahrzeugrad aus Leichtmetall, das eben nicht aus Stahl gefertigt wurde. Dabei wolle der Hersteller anders als andere Anbieter im Markt nicht ausschließlich auf die Schmiedetechnologie setzen, so Hendrickx weiter. Vielmehr komme in der Herstellung die sogenannte Hybrid-Forging-Technologie zum Einsatz. Das für Maxion Wheels patentierte Verfahren sei dabei eine Mischung aus Gießen und Schmieden – während die Räder einerseits kostenseitig die Vorteile einer konventionellen Fertigung im Gussverfahren böten und sich damit deutlich vom teureren Schmiedeverfahren absetzten, seien sie andererseits dennoch deutlich leichter als Stahl und ermöglichten vielfache Stylingmöglichkeiten. Das neue Rad wurde dabei gemeinsam mit einem europäischen Erstausrüstungskunden entwickelt und kommt entsprechend Mitte des kommenden Jahres über die Erstausrüstung in den Markt. Der Kunde habe für das Produkt und die dahinter stehende Produktionstechnologie eine „relativ kurze“ Exklusivitätsphase erhalten, schließlich wolle Maxion Wheels die Technologie „möglichst schnell auf den Markt bringen“, so Marc Hendrickx weiter. Produziert werden sollen die Räder im Maxion-Wheels-Werk im italienischen Dello, in das der Hersteller dazu bis zu zehn Millionen Euro investiert. arno.borchers@reifenpresse.de

 

 

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