Michelin will weitere 1,2 Milliarden Euro einsparen und streicht Stellen

Einer der Gründe für die steigende Profitabilität der Michelin-Gruppe liegt auch in deren „Wettbewerbsplan“. In den Jahren ab 2007 konnte der französische Reifenhersteller bereits Kosten in Höhe von über 2,2 Milliarden Euro einsparen, wobei 1,2 Milliarden Euro davon allein in den fünf Jahren ab 2012 eingespart wurden. Anlässlich der Vorlage der aktuellen Halbjahresergebnisse vergangene Woche betonte Michelin nun noch einmal, dass weitere 1,2 Milliarden Euro eingespart werden sollen, und zwar in den vier Jahren 2017 bis 2020; der Hersteller beschleunigt folglich seine Bemühungen und tritt von Jahr zu Jahr stärker auf die Kostenbremse. Bereits anlässlich eines Investorentages Anfang Juni hatte Michelins Finanzchef Marc Henry die Grundsätze des aktualisierten „Wettbewerbsplanes“ erläutert. Eingespart werden soll dabei bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten genauso wie in den Fabriken und in geringerem Umfang bei den Rohstoffen. Dies geht auch am Personal nicht vorbei; aktuell beschäftigt Michelin weltweit 111.700 Mitarbeiter.

Erst im März hatte Michelins CEO Jean-Dominque Senard etwa angekündigt, in den kommenden drei Jahren werden 500 Stellen in der Unternehmenszentrale Clermont-Ferrant nicht neu besetzt. In und um Clermont-Ferrand beschäftigt Michelin immerhin rund 12.000 Mitarbeiter. Aber auch in Deutschland baut das Unternehmen Personal ab. Man denke da an die Schließung der Laurent-Reifen-Runderneuerung in Oranienburg, von der 180 Micheliner betroffen waren, oder an die zum 1. Dezember avisierte Verlagerung der Euromaster-Zentrale von Kaiserslautern nach Mannheim mit ihren derzeit noch 130 Mitarbeitern. ab

 

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