Britischer Runderneuerer Bandvulc wird von Conti übernommen

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Die Continental Tyre Group – 100-prozentige britische Tochtergesellschaft der Continental AG – will mit der auf der Insel ansässigen Bandvulc (B.V. Environmental Ltd.) einen der beiden im dortigen Markt verbliebenen unabhängigen Runderneuerer nennenswerter Bedeutung übernehmen. Von der Akquisition des in Sachen Flottenmanagement aktiven Unternehmens, das mehr als 40 Jahre Erfahrung in Bezug auf die Heißrunderneuerung und das Karkassenmanagement vorweisen kann, verspricht Conti sich demnach eine Stärkung der eigenen Position im britischen sowie irischen Markt. Nach erfolgter Übernahme soll Bandvulc als Tochter der Continental UK Group Holdings Limited weitergeführt werden. Zumal beide Seiten ohnehin schon seit mehr als 25 Jahren mehr oder weniger eng zusammenarbeiten. Das Bandvulc-Produktionswerk in Ivybridge wird weiterhin Runderneuerte der Marken ContiRe und Bandvulc fertigen, wobei aber zusätzliche Investitionen in ein verbreitertes Angebot an auf der Insel hergestellten ContiRe-Runderneuerungen offenbar bereits in Planung sind.

Beide Seiten versprechen sich von dem Deal jedenfalls Vorteile: Conti durch einen hinzugewonnenen lokalen Produktionsstandort im britischen Markt und Bandvulc in Form eines möglichen Wachstums auf Basis des globalen Kunden- und Kundennetzwerkes seines neuen Eigners. „Diese Partnerschaft ist der nächste logische Schritt mit Blick auf die auf Arbeitsebene seit vielen Jahren bereits bestehende enge Partnerschaft mit Bandvulc. Unsere komplementären Kundenportfolios und Produktlinien ergänzen sich in den jeweiligen Bereichen, sodass sich aufgrund der bisher nur geringen Überschneidungen umfassende Wachstumschancen bieten“, ist sich David Smith, Geschäftsführer der Continental Tyre Group, sicher. Man beabsichtige, die Geschäfte beider Partner auch zukünftig mehr oder weniger unverändert fortzuführen, und das gesamte Bundvulc-Management werde ebenfalls im Unternehmen verbleiben inklusive des derzeitigen Geschäftsführers Patrick O’Connell, wie Smith ergänzt.

O’Connell fügt dem hinzu, dass man nach einer schon mehr als 25 Jahre andauernden Zusammenarbeit mit dem Unternehmen überzeugt sei, dass sich Bandvulc durch die Conti-Übernahme die besten Voraussetzungen für ein zukünftiges stetiges Wachstum böten. „Darüber hinaus fühlen wir, dass die Kulturen und Strategien beider Firmen sehr gut zueinanderpassen und klare Synergien bieten, um uns in einer gemeinsamen Struktur fortentwickeln zu können“, meint er. Zu den Bandvulc-Partnern bzw. -Kunden gehören einer entsprechenden Mitteilung zufolge zahlreiche bedeutende Händler, Supermärkte und Logistikunternehmen, die – da ist man sich sicher – sehr gut zur Strategie der Continental Tyre Group in Bezug auf das Flottengeschäft passen. Denn die Akquisition beinhaltet gleichzeitig Bandvulcs Reifenmanagementnetzwerk inklusive fünf Servicestützpunkten und einer 57 Fahrzeuge zählenden Flotte an Service-Vans, durch die das im britischen Markt bestehende Netz an „Conti360° Fleet Services“ weiter verdichtet wird. cm

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