Brexit ist laut Conti einerseits „sehr beunruhigend“, andererseits aber …

Freitag, 24. Juni 2016 | 0 Kommentare
 
… werden davon – wie der Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart sagt – voraussichtlich nur begrenzt direkt wirtschaftliche Auswirkungen bei dem Reifenhersteller/Automobilzulieferer zu spüren sein
… werden davon – wie der Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart sagt – voraussichtlich nur begrenzt direkt wirtschaftliche Auswirkungen bei dem Reifenhersteller/Automobilzulieferer zu spüren sein

Nachdem sich die britische Bevölkerung im Rahmen eines Votums für den sogenannten Brexit – also den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) – entschieden hat, stellt sich nun natürlich auch die Frage, ob und gegebenenfalls welche Folgen das aufseiten der Reifenbranche nach sich ziehen könnte. Selbst wenn es für eine abschließende Bewertung des Ganzen freilich noch viel zu früh ist.

Bei Conti in Hannover bewertet man das Votum mit Blick auf den gesamteuropäischen Zusammenhalt jedenfalls – wie der Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart es formuliert – einerseits „sehr beunruhigend“. Zumal ein „Jeder für sich“ nicht der EU-Gründungsidee entspreche und seiner Meinung nach auch nicht die Antwort auf die Herausforderungen im weltweiten Wettbewerb mit Amerika und Asien sein könne. „Die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen auf Continental sind voraussichtlich nur begrenzt. So erwirtschaften wir in Großbritannien derzeit weniger als drei Prozent unseres Konzernumsatzes und erwarten, auf dem dortigen Markt weiterhin erfolgreich unsere Produkte zu verkaufen“, so Degenhart andererseits gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG.

Ähnlich sieht man die Sache – unter dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt – augenscheinlich bei Goodyear Dunlop. In einer Stellungnahme gegenüber unserem englischen Schwestermagazin TYRES & ACCESSORIES heißt es, der Markt in Großbritannien bleibe für den Reifenhersteller ein wichtiger. Man werde den Loslöseprozess des Landes von der EU allerdings aufmerksam beobachten, um dann zu beurteilen, wie mit der Situation umzugehen ist. Pirelli erwartet demnach ebenfalls wenig bis keinen Einfluss durch den Ausstieg der Briten aus der EU. Kosten und Preise müssten für den Binnenmarkt zwar ausgeglichen werden, aber in Bezug auf Exporte und höhere Rohmaterialkosten sollte dies durch die Abwertung des britischen Pfundes und eine entsprechende Überwachung der Betriebskosten durchaus zu handeln sein, so ein Unternehmenssprecher von Pirelli UK. christian.marx@reifenpresse.de

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Kategorie: Markt, Produkte

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