Kraiburg Austria zur „Reifen 2016“: „Wir ziehen ein positives Resümee“

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Kraiburg Austria hat sich auf der Reifen-Messe als Partner der Runderneuerung präsentiert. Der österreichische Anbieter von Runderneuerungsmaterialien wolle mit seinen Produkt- und Dienstleistungsangeboten dabei helfen, den Runderneuerern in Deutschland und ganz Europa „eine maximale Effizienz“ ihrer Betriebe zu ermöglichen, so General Manager Thorsten Schmidt gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG in Essen. Kraiburg Austria konnte auf der Messe nicht nur von mehreren Produktinitiativen berichten. Auch übernimmt das mittlerweile 52 Jahre junge Unternehmen zunehmend auch Dienstleistungen für seine Kunden, so dass diese vom umfassenden Kraiburg-Austria-Know-how profitieren können. Darüber hinaus passt sich auch Kraiburg Austria selbst den neuen Anforderungen des Marktes an und vollzieht die eine oder andere strukturelle Veränderung.

Auch wenn die Verantwortlichen der Messe für die „Reifen 2016“ keine zunehmenden Besucherzahlen errechnet haben, so war man doch bei Kraiburg Austria überaus zufrieden mit den Ergebnissen der Messepräsenz. Am Stand in der Galeria der Messe Essen habe man sich über einen „besseren Zuspruch als 2014“ freuen können, so Thorsten Schmidt, und das, obwohl man vor zwei Jahren noch das 50-jährige Jubiläum feiern konnte. „Wir ziehen ein positives Resümee“, bilanziert auch Stefan Mayrhofer, Deputy General Manager, die Woche in Essen, die zu allererst der Kontaktpflege zu Kunden aus ganz Europa und darüber hinaus diente; der Stand in der Galeria sei „eine Begegnungsplattform“ gewesen.

Auf der „Reifen 2016“ war Kraiburg Austria dabei mit vier Neuheiten aus dem Sortiment am Start: einer Vereinfachung der Produktnamen, einem Zusatzangebot für abgelängte Laufstreifen, einem Relaunch der Profilliste sowie einer Erweiterung der Mindestbestellmenge.

Ob K_base, K_plus oder K_tech – künftig haben alle Laufstreifen bei Kraiburg Austria einen einheitlichen Designnamen. Welche Mischung sich dahinter verbirgt, kennzeichnet die jeweilige Produktlinie. So heißt der K 228 aus dem K_base-Sortiment bzw. KMA 1 aus dem K_plus-Sortiment jetzt „K 228 base“ bzw. „K 228 plus“. „Mit dieser Umstellung wollen wir unseren Kunden nicht nur die Kommunikation vereinfachen“, erläutert Produktmanager Christoph Priewasser. „Wir erleichtern auch den Bestellvorgang, da nun sämtliche Daten unter einem Namen erfasst werden können. Dies reduziert nicht zuletzt das Verwechslungsrisiko.“

Zusätzlich zu den drei Kraiburg-Austria-Produktlinien K_base, K_plus oder K_tech vermarktet der Materialanbieter noch Laufstreifen der sogenannten K_econ-Linie. Diese Laufstreifen seien „ein Angebot für preissensible Kunden“, so der Hersteller dazu. Die Profildesigns seien die, die auch ansonsten für Reifen auf der Antriebs- und der Trailerachse zu finden seien. Aber die Mischungen seien entsprechend an die Bedürfnisse der Kunden angepasst.

Neu im Kraiburg-Sortiment sind aber nicht nur die Namen der Laufstreifen. Ab einer Breite von größer oder gleich 240 Millimetern sind alle Produkte des Kernsortiments auch als abgelängte Laufstreifen verfügbar. Zuvor wurden abgelängte Laufstreifen lediglich punktuell angeboten. Diese Längen sind auf die Hauptreifendimensionen abgestimmt; bei ausgewählten Reifendimensionen bietet Kraiburg auch mehrere Längen an. Neben der Gewichtsreduzierung, die zum Erhalt der Gesundheit der Mitarbeiter beitrage, ermögliche dieses Zusatzangebot eine maximale Produktivität bei der Serienfertigung, „da weder Messen noch Schneiden notwendig ist. Damit reduziert sich ebenso der Abfall auf eine geringstmögliche Menge. Zudem können die Rauparameter wie Rauumfang und -breite optimal auf die Gegebenheit der Karkasse angepasst werden“, so der Materialhersteller in Essen. Bisher machen die abgelängten Laufstreifen rund 30 Prozent der Materialabsätze der Österreicher aus.

Die aktuelle „Profilliste 2016/2017“ von Kraiburg Austria bildet sowohl die neue Namensgebung als auch das Zusatzangebot der abgelängten Laufstreifen ab. Den Aufbau des Produktprogramms haben die Oberösterreicher erneut reflektiert und modernisiert. „Optisch nochmals ansprechender mit vier statt sechs Laufstreifen pro Seite stellt die Liste für alle Anwender eine übersichtliche, praktische und gute Arbeitsgrundlage dar“, heißt es dazu weiter. „Service ist unser oberstes Gebot“, ergänzt Christoph Priewasser. „Aus diesem Grund sind wir stets bemüht, unsere Prozesse zu verbessern und den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden.“

Dieser Anspruch bilde auch die Grundlage für die weitere Neuerung. Ab sofort bietet Kraiburg Austria eine zusätzliche Mindestbestellmenge bei Laufstreifen-Sonderproduktionen. Hat ein Kunde einen Bedarf außerhalb des Sortiments, wie es in der Profilliste abgebildet ist, kann er nun geringere Mengen anfordern: Statt bisher 40 langer Rollen seien nun auch nur 15 lange Rollen möglich und statt bisher 120 kurzer Rollen ebenso 45. Die Voraussetzungen dafür seien, dass die Form vorhanden ist, dass der Kunde die Menge sofort abnimmt und eine Lieferzeit von drei bis vier Wochen einkalkuliert. „Wir freuen uns, unseren Runderneuerungspartnern mit diesen Optimierungen einen noch besseren Service zu bieten“, fasst Christoph Priewasser zusammen.

Kraiburg ist dabei längst nicht nur Hersteller von Laufstreifen für die Kaltrunderneuerung. Auch wenn zwei Drittel des Materials, das die Produktion im österreichischen Geretsberg verlässt, bereits als Laufstreifen vulkanisiert ist, ist es ein Drittel eben nicht. Dieses Material wird von Heißrunderneuerern wie auch von der Neureifenindustrie genutzt, wobei die Heißrunderneuerung mit einem Anteil von wiederum drei Viertel den Löwenanteil daran ausmacht, so General Manager Thorsten Schmidt. Kraiburg Austria gibt Heißrunderneuerern und solchen Runderneuerern, die zukünftig auch heißrunderneuern wollen, umfassende Hilfestellungen bei der Projektrealisierung; dabei übernehmen die Oberösterreicher schon mal die komplette Betreuung eines neuen Projektes, von der Planung über die Bestellung der Anlagen bis hin zur Installation und Inbetriebnahme. „Viele Runderneuerer wollen einen einzigen Ansprechpartner, ob für ihre Heiß- oder ihre Kaltrunderneuerung“, so Schmidt weiter. Aktuell zum Beispiel richtet Kraiburg Austria eine Heißrunderneuerung für einen namhaften schwedischen Runderneuerer ein, die bald ans Netz gehen soll.

Auch die Kraiburg-Austria-internen Strukturen haben sich jüngst verändert und spiegeln damit die sich ändernde Wettbewerbsintensität wider. Wie Thorsten Schmidt erläuterte, helfe man nicht nur den Kunden dabei, Effizienzen zu steigern. Auch kümmere man sich in Geretsberg um entsprechende Effizienzsteigerungen. So seien im Laufe der vergangenen drei Jahre 18 Prozent der Mitarbeiter von Kraiburg Austria ausgeschieden und deren frei gewordene Stellen seien dann nicht neu besetzt worden, so der General Manager weiter. Man sei bei diesem Personalabbau, der hauptsächlich in der Produktion und der Logistik stattgefunden habe, völlig ohne Entlassungen ausgekommen. Auch setze man seit einiger Zeit ganz bewusst auf Prinzipien des sogenannten Lean Managements, das die effiziente Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette im Blick haben soll. Aktuell beschäftigt Kraiburg Austria 200 gewerbliche Mitarbeiter sowie 80 Angestellte. arno.borchers@reifenpresse.de

 

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