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Hohe Leistungsdichte im Motorrad-Sportreifentest

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Nach Enduroreifen hat die Zeitschrift Motorrad jetzt aktuelle Sportreifen getestet: Bridgestones „Battlax Hypersport S21“, Contis „Sport Attack 3“, Dunlops „SportSmart²“, Metzelers „Sportec M7 RR“, Michelins „Pilot Power 3“ sowie Pirellis „Diablo Rosso III“. Anders als vor zuletzt zwei Jahren stand dabei zwar nicht das Verschleißverhalten der sechs Probanden mit auf dem Programm, dafür aber wurden wie gewohnt deren Eigenschaften auf der Rennstrecke, im Alltagsbetrieb auf der Landstraße sowie bei Nässe unter die Lupe genommen. Dabei ist der neue Testsieger der gleiche wie schon beim 2014er Sportreifenvergleich des Blattes.

Denn dem „Sportec M7 RR“ ist es erneut gelungen, sich mit in Summe 273 von 300 möglichen Gesamtpunkten an der Spitze des Wettbewerberfeldes zu platzieren. „Der Metzeler ist und bleibt ein echtes Universaltalent für sportliche Fahrertypen – ob auf der Hausstrecke oder bei der Rennstreckenhatz“, bescheinigen ihm die Tester ein hohes Maß an Ausgewogenheit. Zumal der Reifen im Nassen nur dem „Pilot Sport 3“ und auf der Rennstrecke lediglich dem „Battlax Hypersport S21“ den Vortritt lassen musste. Nichtsdestotrotz werden ihm bei zügiger Gangart auf der Rundstrecke vorbildliche Lenkpräzision, angenehme Rückmeldungen und satte Stabilität attestiert. „Ordentliche Rennergebnisse“ wusste auch das in dieser Teildisziplin mit dem Testsieger gleichauf liegende Conti-Modell einzufahren. Da beide im Alltagseinsatz auf der Landstraße ebenfalls Kopf an Kopf liegen, hat die Nässewertung den Ausschlag dafür gegeben, dass der „Sport Attack 3“ mit alles in allem 271 Punkten dicht hinter dem Metzeler-Reifen auf den zweiten Rang kommt. Zumal er laut Motorrad gegenüber dem „Sport Attack 2“ vor allem „bei Nässe deutlich an Qualität gewonnen“ habe und dabei wie sein Vorgänger auf der Landstraße überzeuge.

Dabei ist der zweite Gesamtrang übrigens doppelt besetzt, weil der „Diablo Rosso III“ ebenfalls mit 271 Zählern ins Ziel kommt. Die Paradedisziplin des Pirelli-Reifens ist jedoch nicht die Landstraße, sondern die Rennstrecke. „Wer beim Reifenkauf auf besonders viel Sportlichkeit Wert legt, darf gerne zum neuen ‚Rosso III’ greifen. Vor allem, weil dieser Pirelli nun auch bei etwas widrigeren Bedingungen immer noch eine gute Figur macht“, hebt Motorrad dessen „deutlich besseres Grippolster als bei seinen Vorgängern“ im Nassen hervor. Beim „Battlax Hypersport S21“ ist es eher umgekehrt: Im direkten Vergleich mit seinem Vorläufer „S20 Evo“ werden ihm leicht schlechtere Eigenschaften auf nasser Fahrbahn bescheinigt, dafür habe Bridgestone dem neueren Modell allerdings „wieder mehr (Renn-)Sportgene implantiert“, heißt es. Kein Wunder also, dass er in der Rennstreckenwertung mit dem Pirelli gleichziehen kann und beide von der Redaktion des Blattes den „Kauftipp Rennstrecke“ ergattern. Mit in Summe 269 Gesamtpunkten positioniert sich der „Battlax Hypersport S21“ zwar hinter dem Metzeler-Reifen und dem Conti-/Pirelli-Duo, aber immer noch vor dem „Pilot Power 3“ und „SportSmart²“ auf den Plätzen fünf und sechs.

Ersterer der beiden Letztgenannten wusste nur bei Nässe eine Duftmarke zu setzten, blieb dafür aber in Sachen Landstraße und vor allem auf der Rennstrecke vergleichsweise blass. „Im Prinzip ist der ‚Power 3’ der Ausputzer im Revier. Erst wenn’s unwirtlich wird, kommt bei supersportlichen Michelin-Männern richtig gute Laune auf. Wer es aber bei Topwetter krachen lässt, wird keine rechte Freude haben“, urteilt das Blatt über das Modell des französischen Marke Michelin. Anders als dieses konnte sich der Dunlop-Reifen demgegenüber in keiner der drei Wertungskategorien – Rennstrecke, Landstraße, Nässe – besonders hervortun. „Neutralität, Handlichkeit, Präzision – mit diesen Eigenschaften ist der ‚SportSmart²“ nicht besonders reichlich gesegnet. Was nicht nur auf der Rennstrecke zu spüren ist, sondern sich wie ein roter Faden durch den Alltag zieht“, schreibt Motorrad. Gleichwohl fällt die Kritik wohl eher in die Kategorie „Jammern auf hohem Niveau“, ist doch die Leistungsdichte des gesamten Testfeldes erstaunlich hoch: Denn selbst die beiden Letzten des Vergleiches liegen mit 257 respektive 251 Punkten in der Gesamtwertung schließlich gerade einmal sechs bzw. acht Prozent hinter dem Testsieger zurück. christian.marx@reifenpresse.de

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