Pirelli will ‚Reifendruckkontrollsystem’ für die Formel 1

Pirelli möchte in der Formel 1 gerne ein ‚Reifendruckkontrollsystem’ einführen, das kontinuierlich Daten überträgt und eine Live-Überwachung der gefahrenen Reifen ermöglicht. Der Reifenhersteller und Exklusivausrüster reagiert damit auf Vorhaltungen, die aufgrund einiger Reifenschäden im vergangenen Jahr neuerlich erhöhten Vorgaben für den Reifendruck würden zu weniger Grip und somit zu mehr Ausrutschern führen. Bei Pirelli ist man der Ansicht, dass einige Teams den Druck nach dem Start wieder verringern können und dies auch tun – abweichende Messungen brachten bereits Mercedes und Williams in Schwierigkeiten. „Einige haben einen Weg gefunden, den Druck nach dem Start wieder zu verringern oder zumindest einen veränderten Druck zu dem zu haben, den wir vor der Einführungsrunde sehen. Andere Teams haben noch nicht herausgefunden, wie das geht. Und wir wollen auch nicht, das Geld dafür ausgegeben wird, das zu erforschen, um sich dann einen Vorteil zu verschaffen. Die richtige Lösung wäre daher eine Live-Übertragung der Reifendrücke zu bekommen, damit wir zu jeder Zeit sehen können, wie hoch der Minimaldruck ist. Daran sind wir sehr interessiert, damit wir diese Grauzonen ausschließen können“, wird Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery von Motorsport-Total.com zitiert. Eine solche Datenübertragung könnte Hembery zufolge bereits in dieser Saison möglich sein, sollte aber spätestens im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. „Das wäre dann auch fairer für jeden. Denn einiges Team sind vielleicht nicht in der Lage, Geld oder Energie in so etwas zu investieren.“ Wie die Kontrolle des Reifendrucks konkret vonstatten gehen soll, etwa über ein direkt oder indirekt messendes System, dazu äußerte sich der Motorsportdirektor nicht. ab

 

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