RDKS-Goldgräberstimmung in Werkstätten nicht angebracht, aber …

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Zwar können nach Meinung von Schrader gerade die Reifenbetriebe unter ihnen nach einem schlechten Wintergeschäft neue Einnahme- und Kundenquellen dringend brauchen, dennoch warnt der Hersteller von Sensoren für direkte Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) freie Werkstätten im Zusammenhang mit dem Geschäft rund um RDKS-Komponenten vor einer überzogenen Goldgräberstimmung. Aber auch davor, das Thema nach dem Motto „Das war wohl nix“ auf die leichte Schulter zu nehmen, nur weil zunächst markengebundene Betriebe und Autohäuser stärker von entsprechenden Servicedienstleistungen zu profitieren scheinen, seitdem alle nach November 2014 neu zugelassenen Fahrzeuge der Klasse M1 standardmäßig mit einem RDKS ausgerüstet sein müssen.

„Ursache der wahrgenommenen ungleichen Verteilung der RDKS-Aufträge sind höchstwahrscheinlich ganz banale Lebenszykluseffekte von Automobilen. So werden Neuwagen bevorzugt in offiziellen Markenwerkstätten gewartet und repariert – schon allein deshalb, um Garantiebedingungen oder Leasingverpflichtungen zu erfüllen“, so das Unternehmen unter Berufung auf die Studie „The European Automotive Aftermarket Landscape“ der Boston Consulting Group. Demnach fänden Verschleißreparaturen bei bis zu vierjährigen Autos zu 89 Prozent in Markenwerkstätten statt, bezüglich Wartung liege die Quote immerhin noch bei 69 Prozent und beim Reifenservice bei 46 Prozent. „Erst danach schlägt das Pendel immer weiter in Richtung der freien Betriebe aus“, erwartet Schrader, dass mit RDKS ausgerüstete Fahrzeuge insofern eben erst allmählich in die freien Werkstätten „tröpfeln“: Bis auch die Neuwagen der Jahrgänge 2014 und später mehrheitlich bei den unabhängigen Betrieben landen, dürfte es nach der bei dem Unternehmen vorherrschenden Meinung daher noch etwas länger dauern. Gleichwohl wird nicht dazu geraten, das Thema deswegen auf die lange Bank zu schieben, sondern sich – sofern nicht ohnehin schon geschehen – eingehend mit der Materie zu beschäftigen.

Die Batterien in Schraders RDKS-Sensoren sollen sieben bis zehn Jahre halten und damit die durchschnittliche Haltedauer eines Fahrzeugs „bei Weitem“ übertreffen

Die Batterien in Schraders RDKS-Sensoren sollen sieben bis zehn Jahre halten und damit die durchschnittliche Haltedauer eines Fahrzeugs „bei Weitem“ übertreffen

„Wenn letztendlich die großen Stücke vom Kuchen neu verteilt werden, sollten die Betriebe bestens auf die neue Klientel vorbereitet sein“, sieht sich der Sensorhersteller dabei nicht nur in Form seiner Produkte unterstützend an der Seite der Kfz-Betriebe, sondern etwa auch mithilfe von Schulungen. Gleichwohl beschreibt Schrader seinen „EZ-Sensor 2.0“ aufgrund seiner universellen Einsetzbarkeit als ideale Hardware gerade für markenunabhängige Betriebe: Denn mit ihnen ließen sich ohne ausufernde Lagerhaltung oder Investitionen nahezu beliebig viele Fahrzeugtypen und -hersteller abdecken, heißt es. „Oft geben selbst kleinste Aufträge, die zufriedenstellend ausgeführt werden, für einen Kunden den Anlass, eine langjährige Werkstattbeziehung einzugehen. Kamen viele Autofahrer früher nur zweimal im Jahr zum relativ profitarmen Reifenwechsel vorbei, bietet RDKS hier der Werkstatt neue Verdienstmöglichkeiten. Zwar halten die Batterien in den Sensoren mehrere Jahre, doch dafür müssen die zugehörigen Ventile bei jedem Reifenwechsel gewartet und Verschleißteile aussortiert werden“, argumentiert Schrader und bietet man hierfür selbstredend entsprechend vorkonfektionierte Servicekits an, um „die Abläufe und Kostenkalkulation für die Werkstätten so einfach und transparent wie möglich zu gestalten“. cm

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