Russland und Brasilien bleiben die Sorgenkinder des globalen Pkw-Marktes

Laut einer aktuellen Branchenstudie des Kreditversicherers Euler Hermes hat der sogenannte „Dieselskandal“ den Automobilmarkt zwar aufgewirbelt, doch gravierende Auswirkungen auf die Absatzzahlen neuer Pkw sind bislang offenbar ausgeblieben. Im Gegenteil: Der europäische Automobilmarkt habe bei den Neuzulassungen 2015 um neun Prozent zulegen können, und auch für das laufende Jahr wird ein Zuwachs prognostiziert, der mit drei Prozent allerdings kleiner ausfallen soll. Mit Blick auf Deutschland wird außerdem auf das 5,6-Prozent-Plus bei den Pkw-Neuzulassungen im zurückliegenden Jahr verwiesen, auf einen erwarteten rund dreiprozentigen Zuwachs in diesem Jahr sowie auf eine gleichbleibende Exportquote in Höhe von 80 Prozent der hierzulande produzierten Automobile. „Trotz des Dieselskandals hat Deutschland keinen Rückgang im Exportvolumen hinnehmen müssen“, heißt es in der Studie.

Insofern herrsche weitestgehend Optimismus in der Branche vor, zumal 2015 außer dem Plus in Europa auch in den anderen beiden wichtigen globalen Automobilmärkten in China mit sieben Prozent und den USA mit sechs Prozent ansehnliche Nachfragezuwächse registriert wurden und für 2016 Zuwächse von wiederum sieben Prozent respektive 1,5 Prozent erwartet werden. Demgegenüber geht Euler Hermes davon aus, dass Russland und Brasilien weiterhin die Sorgenkinder des globalen Automobilmarktes bleiben werden. Der Kreditversicherer erwartet, dass in Russland 2016 nochmals neun Prozent weniger Autos verkauft werden nach einem Rückgang von fast einem Drittel (minus 36 Prozent) im vergangenen Jahr. In Brasilien soll der Pkw-Absatz dieses Jahr um weitere sieben Prozent sinken nach einem 24-prozentigen Minus 2015. cm

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