Titan International macht Ernst: Antrag auf Ausgleichs- und Strafzölle gestellt

Nachdem Titan International im November angekündigt hatte, man würde auch offiziell erweiterte Ausgleichs- und Strafzölle gegenüber OTR-Reifenherstellern aus Fernost fordern, hat der US-amerikanische Hersteller jetzt Taten folgen lassen. Wie Titan International mitteilt, habe man ganz offiziell bei der International Trade Commission (ITC) und bei dem Handelsministerium der Vereinigten Staaten Anträge auf Verhängung entsprechender Zölle gegenüber Herstellern aus China, Indien und Sri Lanka eingereicht und sie damit begründet, dass dort tätige entsprechende Unternehmen von staatlichen Fördermaßnahmen profitieren würden und dass sie somit US-amerikanischen Herstellern einen „materiellen Schaden“ zufügten. Unterstützt wird Titan International bei dem Antrag durch die Stahlarbeitergewerkschaft USW.

Es gehe dem Unternehmen um Hersteller aus den drei besagten Ländern, die mittlerweile OTR-Reifen – dazu gehören dem Antrag zufolge Landwirtschafts-, Industrie-, EM- und Minenreifen – bewusst auf Felgen montiert in die USA verschiffen. Seit 2008 werden auf unmontierte Reifen aus China kommend in den USA bereits Ausgleichs- und Strafzölle erhoben, montierte Reifen sind dabei aber nicht berücksichtigt; „ein großes Problem“, kommentierte Titan-Chef Maurice Taylor. Diese Lücke werde Titan International zufolge ganz bewusst von Herstellern genutzt, um ohne Extrazölle in die USA exportieren zu dürfen. Dies seien „unfaire Handelspraktiken“, so Taylor weiter. Er dränge darauf, eine politische Entscheidung noch im Laufe des kommenden Jahres zu erhalten. ab

 

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