Überangebot für Naturkautschuk hält an – Rohstoffpreise am Boden

Seit Jahren haben die Preise für Naturkautschuk kontinuierlich nachgegeben. Während Kautschuk der Qualitätsstufe „RSS1“ („Ribbed Smoked Sheets“ bzw. Kautschukfelle der Kategorie eins) Anfang 2011 noch mit bis zu fünf Euro pro Kilogramm an den Rohstoffbörsen notierten, liegen sie heute nahe 1,50 Euro. Ursachen für den fortgesetzten Preisverfall sind weltweites Überangebot und eine im Vergleich dazu nicht mithaltenden Nachfrage. Gerade der chinesische Markt, der zuletzt rund ein Drittel der weltweiten Produktion aufkaufte und Naturkautschuk – wie andere Länder auch – vorwiegend in der Reifenproduktion nutzt, konsumierte im vergangenen Jahr zehn Prozent weniger als im Vorjahr.

Marktforschungsinstitute gehen nun davon aus, dass sich das Überangebot an Naturkautschuk in den kommenden beiden Jahren sogar noch verstärken dürfte. Wie die Londoner Marktforscher von The Rubber Economist laut der Zeitung „Die Welt“ erwarten, werde im aktuellen Jahr das Überangebot global 411.000 Tonnen betragen und 2017 dann sogar 430.000 Tonnen nach 98.000 Tonnen 2015. Auch wenn in vielen der großen Herstellerländer wie Thailand, Indonesien oder Vietnam mittlerweile Kautschukplantagen teilweise gar nicht oder teilweise nicht mehr beerntet werden, da die Kautschukbauern aufgrund der Preissituation – trotz staatlicher Zuschüsse – kein Geld mehr verdienen können, wird noch bis 2018 ein steigendes weltweites Angebot erwartet. Dieses Jahr soll die weltweite Produktion bei rund 13 Millionen Tonnen Naturkautschuk liegen. ab

 

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