Laurent-Reifen-Mitarbeiter wollen „ein besseres Szenario als nur Schließung“

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Der Michelin-Konzern will bekanntlich sein deutsches Laurent-Reifen-Runderneuerungswerk bis zum Ende des kommenden Jahres schließen und die dort freiwerdenden Kapazitäten ins Pneu-Laurent-Werk im französischen Avallon verlagern. Nach der entsprechenden Mitteilung vor zwei Tagen regt sich in den Reihen der Belegschaft am Standort nun aber offenkundig Widerstand gegen den Beschluss; die Schließung sei „nicht in Stein gemeißelt“, so ein Sprecher der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie (BCE).

Ihnen sei angesichts der Marktentwicklungen – schwache Nachfrage in Europa und Überangebot an billigen Neureifen aus Fernost – zwar auch klar, dass es ein „Weiter wie bisher“ nicht geben könne, zitiert dazu die Berliner Zeitung. „Alle Beteiligten müssen überlegen, welche anderen Nutzungskonzepte es für den Standort geben könnte, um dort so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten“, so der IG-BCE-Sprecher weiter. Von den Schließungsplänen betroffen wären aktuell 180 Mitarbeiter in dem Laurent-Reifen-Werk in Oranienburg bei Berlin. Wie dies konkret erreicht werden könnte, vermochte er indes auch nicht zu sagen. Aber: „Wir wollen ein besseres Szenario als nur Schließung.“ Michelin sei ein so großer Konzern, der über entsprechende Möglichkeiten verfüge.

Unterdessen hatte Laurent-Reifen-Geschäftsführer Markus Lamb mitgeteilt, man wolle alles „daran setzen, die besten sozialverträglichen Lösungen zu finden und dafür alle sich bietenden Optionen eingehend prüfen“. Aber auch er betonte wenig hoffnungsvoll, man müsse „den Realitäten des Marktes ins Auge sehen“. ab

 

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