„Efficiency Run 2015“ auf Goodyear-Reifen übertrifft Erwartungen

Dienstag, 20. Oktober 2015 | 0 Kommentare
 
Was man zwar schon vorher wusste, wurde beim integrierten Ansatz jetzt noch einmal in einem Feldversuch akribisch nachgewiesen: der große Einfluss der Bereifung auf die Effizienz moderner Lastwagen-Kombinationen
Was man zwar schon vorher wusste, wurde beim integrierten Ansatz jetzt noch einmal in einem Feldversuch akribisch nachgewiesen: der große Einfluss der Bereifung auf die Effizienz moderner Lastwagen-Kombinationen

Der Kraftstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen moderner Lastwagen-Kombinationen lassen sich mit am Markt verfügbaren Mitteln um einen zweistelligen Prozentsatz senken. Das ergab ein Praxisversuch, dessen Ergebnis Daimler Trucks vorgestellt hat. Diesem Feldversuch unter dem Projektnamen „Efficiency Run“ kommt bei der Umsetzung von CO2-Zielen für den Straßengüterverkehr große Bedeutung zu. Denn der „Efficiency Run“ hat gezeigt, dass der Kraftstoffverbrauch und damit auch der CO2-Ausstoß deutlich stärker – und auch kostengünstiger – reduziert werden können, wenn nicht nur den Motor der Zugmaschine weiter optimiert wird, sondern das Fahrzeug insgesamt.

Die Testreihe hat Daimler Trucks zusammen mit den führenden deutschen Logistik-Unternehmen DB Schenker Logistics, Große-Vehne und Elflein durchgeführt. Dabei fuhr man unter realistischen Bedingungen auf typischen Routen typische Transporte mit typischen Beladungen. Die unabhängige Prüforganisation Dekra begleitete die Versuche im Detail. Sie definierte die Versuchsbedingungen, nahm die Messungen vor und wertete die Ergebnisse aus.

Eines der Kernresultate: Die beiden für den „Efficiency Run“ optimierten Mercedes-Benz Actros Standardsattelzüge verbrauchten jeweils rund zwölf bis 14 Prozent weniger Kraftstoff als ein Standardsattelzug der Spedition auf Basis des Fuhrpark-Bestands 2014. Der „Efficiency Run“ untersuchte ebenfalls das Potenzial des Lang-Lkw – auch hier mit eindeutigem Ergebnis: Der Lang-Lkw erzielte im Test einen Verbrauchsvorteil von rund 17 Prozent gegenüber dem eingesetzten Standardsattelzug im volumenbasierten Transport.

„Damit ist bewiesen: Wenn wir den Verbrauch und die CO2-Emissionen deutlich weiter senken wollen, dürfen wir nicht nur beim Motor ansetzen. Dann müssen wir die Kräfte bündeln und auch Reifen, Auflieger und andere wichtige Komponenten einbeziehen. Nur so gelingt uns das auf bezahlbare Art und Weise“, kommentiert Dr. Wolfgang Bernhard, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks & Buses. „Unser Test bestätigt zudem die Formel, dass zwei Lang-Lkw die Transportaufgaben von drei konventionellen Sattelzügen erbringen können – und zwar wesentlich effizienter und ressourcenschonender.“

Stefan Buchner, Leiter von Mercedes-Benz Trucks: „Unser Anspruch ist es, dem Kunden mit einem Mercedes-Benz Actros das effizienteste Fahrzeug seiner Klasse anzubieten. Wir waren dann natürlich besonders gespannt, wie sehr sich das Gesamtfahrzeug noch optimieren lässt. Ein Rückgang von bis zu 14 Prozent beim Standardsattelzug beziehungsweise 17 Prozent beim Lang-Lkw hat unsere Erwartungen klar übertroffen.“

Der integrierte Ansatz, den Daimler Trucks gemein­sam mit anderen europäischen Herstellern 2014 auf der IAA Nutzfahrzeuge vorgestellt hatte, hat zum Ziel, das Gesamtsystem Lkw-Transport zu optimieren. Neben der Zugmaschine betrachtet man dabei auch den Auflieger (z. B. Maße und Gewichte, Luftwiderstand, Leichtbau), aber auch den Kraftstoff (z. B. Biokraftstoff, Erdgas), den Fahrbetrieb (z. B. Fahrertraining, Ladungsbündelung), die Infrastruktur, das Thema Flottenerneuerung und eben auch die Reifen und dabei Stellschrauben wie Rollwiderstand, Luftdruck oder Einzelbereifung.

Montiert waren auf der Sattelzugmaschine Mercedes-Benz Actros im Einsatz bei DB Schenker/Große Vehne Goodyear-Reifen auf der Vorderachse vom Typ Fuelmax S in der Größe 315/70 R22,5 und auf der Antriebsachse Fuelmax D in 315/70 R22,5; auf dem Krone Eco Trailer Fuelmax T in 385/55 R22,5. Beim „Efficiency Run“-Lang-Lkw Mercedes-Benz Actros im Einsatz bei Elflein diente auf der Vorderachse Fuelmax S in 315/60 R22,5 und auf der Hinterachse die „Blackline“ 295/60 R22,5 als Bereifung; auf dem Krone-Trailer 445/45 R.19,5. dv

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