Profitiert Conti mittelfristig vom VW-Abgasskandal?

Mittwoch, 30. September 2015 | 0 Kommentare
 

Auf den ersten Blick würde man wohl denken, dass einem Automobilzulieferer wie Continental der Volkswagen-Skandal um manipulierte Abgasmesswerte bei einigen Konzernmodellen eigentlich nicht zuträglich sein kann. Denn wenn ein Fahrzeughersteller als Folge dessen zukünftig möglicherweise weniger Autos absetzen kann, dann werden halt auch weniger von ihnen hergestellt und es sind entsprechend weniger Komponenten wie etwa Reifen ans Band zu liefern. Und durch einen über Volkswagen hinaus gehenden etwaigen generellen Vertrauensverlust in deutsche Fahrzeugproduzenten könnte das „Problem“ dann sogar noch größer werden. Insofern ist erst einmal nachvollziehbar, dass der Deutsche Aktienindex (DAX) und mit ihm unter anderem die VW- ebenso wie die Conti-Aktie durch den Abgasskandal unter Druck geraten ist. Doch nach Ansicht von Goldman-Sachs-Analysten ist dies zumindest mit Blick auf die Wertpapiere der Continental AG wohl nur ein eher kurzfristiger Effekt. Nach ihrer Meinung könne der Zulieferer gar ein Nutznießer der vor Kurzem bekannt gewordenen Manipulationen der Abgaswerte von Fahrzeugen aus dem VW-Konzern werden. Wie mehrere Finanzinformationsdienste übereinstimmend melden, würden sich angesichts der verstärkt in den Fokus rückenden Emissionsstandards Anlagechancen bieten, wobei Continental in diesem Zusammenhang als „einer der größten Profiteure dieser Entwicklung“ bezeichnet wird. Zumal das Unternehmen zusätzlich noch vom „Megatrend Fahrerassistenzsysteme“ profitiere und das robuste Reifengeschäft außerdem für einen stabilen Cashflow sorge. Vor diesem Hintergrund hat Goldman Sachs Conti-Aktien demnach auf die sogenannte „Conviction Buy List“ gesetzt und das Kursziel für die Wertpapiere des Zulieferers von 231 auf 244 Euro angehoben, heißt es weiter. christian.marx@reifenpresse.de

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Kategorie: Markt, Produkte

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