Händlerevent und Heimspiel bei Gamma

Die Händlertagungen der Gamma Reifen & Felgen Großhandels AG sind echte Events, dieses Jahr unter dem Titel „Sommernachtstraum“ stehend. Durchgeführt haben die beiden Gesellschafter Stephan und Thomas Warm die Veranstaltung am Unternehmenssitz in der Jadestraße von Friesoythe, dem Ort, in dem er geboren ist, an dem man sich vor über 27 Jahren selbstständig gemacht habe, so Stephan Warm bei der Begrüßung der Gäste.

Solch eine Veranstaltung ist kein billiges Vergnügen. Während sich aber andere die Kosten ihrer Events wenigstens zum Teil von Industrieunternehmen bezuschussen lassen, trägt Gamma den finanziellen Aufwand selbst. „Wir haben keinen Pfennig dazubezahlt“, bestätigt einer, der auf der Bühne sein Unternehmen bzw. die angebotenen Reifen vorstellte. Die Reifenhändler wurden direkt von Goodyear Dunlop, Michelin, Continental und Nokian sowie in einem separaten Teil von Pirelli informiert. Die Jadestraße hatte Gamma in eine „Reifen- und Räder-Avenue“ in Form von Ausstellungsständen der genannten Marken sowie von Fulda, Kleber, Maxxis und Yokohama plus der Handelsvertretung Holger Hering (im Wesentlichen mit der von ihm vertretenen Aluminiumrädermarke CMS) verwandelt.

Die Friesoyther Jadestraße wurde für einen Tag in einen „Reifen- und Räder-Boulevard“ verwandelt

„Toppen“ habe Gamma die glänzende Vorjahresveranstaltung in Hamburg gar nicht unbedingt wollen, so Stephan Warm. „Natürlich hochwertig“, aber vor allem anders

Wie es Gamma geschafft hat an diesem eigentlich völlig verregneten Wochenende im September wenigstens am Nachmittag die sich türmenden tiefschwarzen Wolken rund um Friesoythe, ach was: rund um die Jadestraße fernzuhalten, dürfte auf ewige Zeiten das Geheimnis des Grossisten bleiben. Ansonsten ist Geheimniskrämerei nicht so das Ding der beiden Warm-Brüder. Man habe im vergangenen Jahr „außerordentliche Verluste“ gemacht, so Stephan Warm, der den Marketingpart im Gespann spielt und der unzweifelhaft die treibende Kraft bei Events wie dem „Sommernachtstraum“ ist. Und wo passiert es schon einmal, dass der Vorstand persönlich den Betriebsrundgang anführt und moderiert? Thomas Warm führt durch die auf einer Grundfläche von mehr als 100.000 Quadratmeter stehenden Läger, berichtet von mehr als 800.000 durchschnittlich bevorrateten Pkw-Reifen, beklagt Behördenärger wegen unsinniger, dafür teurer Sprenkleranlagen, korrigiert die Mitarbeiterzahl von knapp unter hundert nicht in Bezug auf die Zahl, sondern spricht lieber von den „Familien“, die sich dem Reifengroßhandel verschrieben haben.

Der Chef führt persönlich durchs Reifenlager: Gamma-Vorstand Thomas Warm

Der Chef führt persönlich durchs Reifenlager: Gamma-Vorstand Thomas Warm

Sein Thema sei die „Zukunft des Reifenfachhandels“, so Stephan Warm, der so gerne menschelt und der deshalb loyal zu seinen Händlern steht, deren Loyalität aber andererseits im Gegenzug auch erhofft. Mit solch hochkarätigen Events mit bis ins Detail hochwertigen Bausteinen (angefangen beim ausgeschenkten Wein und bei der Auswahl der Künstler noch nicht endend) schafft das Gamma-Team ein hohes Maß an Kundenbindung. Dazu gehört auch, Schwächen einzuräumen. So seien die neuen Medien sein Ding nicht. Dass er bzw. Gamma nicht ganz um diese digitale Welt herumkommen, wird auch Stephan Warm wissen.

Gamma wirft dagegen einen immer weiter perfektionierten Service in die Waagschale. Dem Lieferservice mit eigenem Fuhrpark namens „Express“ wird ein „Plus“ hinzugefügt und Fachhändler in Göttingen, Köln oder Flensburg erhalten ihre bestellten Reifen noch schneller, noch zuverlässiger. Und den Kunden solch eine Veranstaltung (ein Gast: „wieder mal eine geile Party“) zu schenken, ist ja auch Ausdruck dieser Serviceorientierung. detlef.vogt@reifenpresse.de

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