Reifentest in der MotoGP verregnet

Das hatten sich alle Beteiligten ganz anders vorgestellt. Bei dem von Michelin – künftigen Reifenexklusivlieferanten der MotoGP – für den Tag nach dem Grand Prix von Brünn angesetzten Reifentest herrschte fast den ganzen Tag starker Regen, sodass die erhofften Runden mit den verschiedenen Slick-Varianten – zwei unterschiedliche Karkassen, verschiedene Mischungen – kaum gefahren werden konnten; Yamaha packte als erster die Koffer, kurz danach verabschiedete sich auch Honda. Immerhin: Auf diese Weise kamen die Regenreifen und der von Michelin in die MotoGP wiedereingeführte Intermediate (auf den Bridgestone verzichtet hat), die als weitgehend fertigentwickelt gelten, zum Einsatz und dürften wenigstens dafür gesorgt haben, dass der Erkenntnisstand bei diesen Reifentypen erweitert worden ist.

Das Problem der nötigen Balance zwischen Vorder- und Hinterreifen muss Michelin also jetzt zu Hause auf eigener Teststrecke lösen bzw. warten, bis ein eventueller „kleinerer Test“ (nach Silverstone oder nach Aragòn?) und der große Test nach dem Saisonfinale von Valencia zeigen werden, wo Michelin tatsächlich in der Entwicklung steht. Hintergrund: Die Reifen des aktuellen Exklusivlieferanten verhalten sich anders als die des künftigen bzw. beide Unternehmen folgen unterschiedlichen „Entwicklungsphilosophien“. Im Vergleich zum aktuellen Reifenlieferanten Bridgestone bietet der Michelin auf dem Hinterrad deutlich mehr, auf dem Vorderrad aber weniger Grip. Das bedeutet eine zusätzliche Belastung der Vorderräder bzw. verlangt nach einem Gripniveau, das wenigstens dem der heutigen Bridgestone-Reifen entsprechen sollte. dv

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