Härtetest für Pirellis „Seal Inside“

Mittwoch, 1. Juli 2015 | 0 Kommentare
 
Im Härtetest rollt der Cinturato All Season von Pirelli unter anderem über einen Nagel. Die neue Technologie „Seal Inside“ im Reifeninneren verschließt das Einstichsloch sofort, der Pneu bleibt sicher
Im Härtetest rollt der Cinturato All Season von Pirelli unter anderem über einen Nagel. Die neue Technologie „Seal Inside“ im Reifeninneren verschließt das Einstichsloch sofort, der Pneu bleibt sicher

Die Wirksamkeit von Pirellis „Seal Inside“ stand im Mittelpunkt eines Härtetests des italienischen Auto-Fachmagazins „Quattroruote“. Dazu wurde ein Satz Pirelli Cinturato All Season an einem Alfa Giulietta 1.4 Turbo 105CV montiert, denn der Ganzjahresreifen ist mit „Seal Inside“ ausgestattet. Im Fokus der Härteprüfung stand der rechte Vorderreifen, den die Tester mit einem vier Millimeter dicken Nagel sowie zusätzlich mit einer selbstschneidenden Schraube durchstachen. Daraufhin war der Alfa Giulietta rund fünf Stunden und 25 Minuten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 84 km/h unterwegs. Nach 452 absolvierten Testkilometern stand für die Experten fest: Der „beschädigte All Season lief die ganze Fahrt über sicher und ruhig.“

Während der Fahrt fiel der Fülldruck im beschädigten Reifen lediglich um 0,1 bar im Vergleich zu den drei nicht beschädigten Reifen. „Selbst nach einigen Tagen hatte sich der Fülldruck im durchstochenen Reifen kaum verändert”, stellten die Redakteure von „Quattroruote“ fest. Nach einer Woche wurde in den unbeschädigten Reifen ein Fülldruck von 2,24 bar gemessen, in dem beschädigten Reifen 2,14 bar.

Das Prinzip von „Seal Inside“: Unterhalb von Lauffläche und Karkasse verläuft eine Schicht selbsthaftender Dichtungsmasse. Eine feine Abdeckung aus Nylon verhindert das Verlaufen dieser Masse und schützt sie vor Schmutz. Dringt ein Fremdkörper in den Reifen ein und durchsticht die Karkasse, umschließt ihn die selbsthaftende Masse sofort und dichtet den Einstichkanal hermetisch ab. Die Luft kann nicht aus dem Reifen entweichen. Zu-gleich verhindert die Dichtungsmasse das Eindringen von Wasser und das Rosten des Stahlgürtels. Sollte sich der Fremdkörper während der Weiterfahrt aus dem Reifen lösen, ist das auch kein Problem. In diesem Fall presst der Reifeninnendruck die Dichtungsmasse in den Stichkanal und verschließt ihn. Im Bereich der Erstausrüstung stattet Volkswagen bereits mehrere Fahrzeugmodelle mit Pirelli OE-Reifen aus, die über die „Seal Inside“-Technologie verfügen. Dazu gehören der neue Touran und der neue Passat. Den im vergangenen Januar im europäischen Markt eingeführten Ganzjahresreifen Cinturato All Season stattet Pirelli serienmäßig mit „Seal Inside“ aus – und will dadurch die Wertigkeit des Produkts unterstreichen.

„Fast jede vierte Autopanne auf Deutschlands Straßen hat einen Reifenschaden als Ursache“, betont Norbert Allgäuer-Wiederhold, Leiter Pirelli Tyre Campus. „Dabei führt in den meisten Fällen das Eindringen spitzer Gegenstände in die Lauffläche des Pneus zur Panne.“ Vor scharfkantigen Nägeln oder Schrauben sind natürlich auch Premiumprodukte nicht gefeit, doch mit Seal Inside bietet Pirelli eine Technologie, die Einstiche in den Reifen sofort wieder verschließt, das Fahrzeug bleibt somit mobil und sicher. „Mit „Seal Inside“ kann bei etwa 85 Prozent der Einfahrschäden ein Druckverlust zuverlässig verhindert werden, was die Fahrsicherheit immens erhöht“, beziffert Allgäuer-Wiederhold, das Sicherheitspotenzial der Technologie. Zu erkennen sind diese Pirelli-Produkte am „Seal Inside“-Logo auf der Reifenflanke. dv

Schlagwörter: , , ,

Kategorie: Produkte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *