Michelin produziert in Homburg unter Volllast – Investitionen

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Trotz eines vergleichsweise schwachen Lkw-Reifenmarktes in Deutschland und in Europa können sich die Michelin-Beschäftigten im Werk im saarländischen Homburg über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Wie der neue Werksleiter Cyrille Beau nun gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ betont, laufe die Neureifenfertigung am Standort seit Jahresbeginn unter Volllast. Beau zufolge werden im laufenden Jahr zwischen 950.000 und 980.000 Lkw-Reifen für die Erstausrüstung und den Ersatzmarkt produziert, und zwar in 21 Schichten an sieben Tagen die Woche. Vor fünf Jahren lag der Output noch bei 880.000 Reifen. Bei der Remix-Runderneuerung seien die Produktionszahlen unterdessen mit 400.000 Reifen jährlich stabil, so Cyrille Beau weiter, der das Werk im Februar als Direktor von Dr. Lisa Janzen übernommen hatte. Die weiteren Aussichten für den Standort seien unterdessen „sehr gut“, betonte so der 53-Jährige gegenüber der Zeitung.

Das Werk sei hochproduktiv, produziere qualitativ hochwertige Reifen und könne aufgrund seiner hohen Flexibilität in der Produktion kurzfristig auf Veränderungen im Markt reagieren. Dies liege nicht zuletzt an jüngsten Investitionen der Michelin-Gruppe in Homburg. 2008 wurde die erste, 2013 die zweite hochautomatisierte Fertigungsanlage am Standort in Betrieb genommen, die die Herstellung auch kleinerer Serien deutlich vereinfachten. Dies mache die Fabrik im Verbund attraktiv. Die Modernisierung der Produktionsstätte solle Cyrille Beau zufolge auch in Zukunft weitergehen. Im vergangenen Jahr hatte Michelin 30 Millionen Euro in Homburg investiert, in diesem Jahr soll ein Betrag im unteren zweistelligen Millionenbereich folgen.

Michelin investiere am Standort Homburg aber nicht nur in die Produktionstechnologie, sondern auch in innovative Produkte. So werden hier künftig etwa Lkw-Reifen mit Datenchips versehen. Damit könne der Reifendruck und die Reifentemperatur kontrolliert werden. „Das ist eine Entwicklung in Richtung intelligente Reifen“, so Beau weiter gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“. Die Anlage in Homburg, die diese Chips in die Reifen einsetzt, sei der „weltweit erste Prototyp“ ihre Art.

Derzeit beschäftigt der französische Reifenhersteller 1.350 festangestellte Mitarbeiter und 150 Leiharbeiter im Homburger Lkw-Reifen- und Runderneuerungswerk. ab

 

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